Personenmobilität, GLOMVF (2015)

SAMOA

Sustainability Assessment for Mobility in Austria

Im Gegensatz zum allgemeinen Begriff der„nachhaltigen Entwicklung“ bleibt eine spezifische und allgemein akzeptierte Definition einer nachhaltigen Entwicklung von Mobilität und Verkehr in Österreich hinsichtlich Begriff, Kriterien und Indikatoren weitgehend noch im Unklaren. Folglich ist noch keine standardisierte Methode vorhanden, um verkehrs- und mobilitätspolitische Strategien, Maßnahmen und Forschungsergebnisse in Bezug auf ihre Auswirkungen auf eine nachhaltige Entwicklung beurteilen zu können.

Im Projekt SAMOA (Sustainability Assessment for Mobility in Austria) werden erstmals Kriterien- und Indikatoren-Sets zur standardisierten Beurteilung der Auswirkungen verkehrs- und mobilitätspolitischer Strategien und Maßnahmen auf eine nachhaltige Entwicklung in Österreich erarbeitet. Im Mittelpunkt steht dabei die Konzeption eines integrativen Nachhaltigkeits-Assessment-Ansatzes, der sowohl horizontale als auch vertikale Zusammenhänge adäquat miteinbezieht und auf drei Ebenen ansetzt: 1. System-Assessment zur Nachhaltigkeitsbewertung des langfristigen Bezugsleitbildes von Maß-nahmen, 2. Strategie-Assessment zur Nachhaltigkeitsbewertung der daraus abgeleiteten mittelfristigen Ziele und Strategien und 3. Maßnahmen-Assessment zur Nachhaltigkeits-bewertung mobilitätsbezogener Maßnahmen. Durch diesen integrativen Ansatz wird sichergestellt, dass Maßnahmen nicht isoliert betrachtet und gegebene Wechselwirkungen zwischen Leitvorstellungen und Umsetzungen adäquat berücksichtigt werden.

Als Ergebnis des Projektes wird ein Konzept mit wissenschaftlich fundierten, bei allen relevanten Akteuren akzeptierten und praxistauglichen Kriterien, Indikatoren und Beurteilungsmethoden vorliegen, das geeignet ist, den Beitrag von Strategien und Maßnahmen im Verkehrs- und Mobilitätsbereich zu einer nachhaltigen Entwicklung in standardisierter und nachvollziehbarer Form bestmöglich zu ermitteln bzw. abzuschätzen.

Durch eine frühzeitige und umfassende Einbindung der relevanten Stakeholder steht einerseits eine breite Akzeptanz und andererseits die Sicherstellung der praktischen Machbarkeit hinsichtlich Zweckmäßigkeit, Abbildungsqualität sowie Aufwand bei Anwendung und Praktikabilität im Vordergrund. In diesem Zusammenhang werden im Sinne eines Praxis-Checks die Anwendbarkeit und Praxistauglichkeit des entwickelten Konzeptes auf unterschiedlichen Maßstabsebenen (Bund, Land, Stadt, Region, Gemeinde) im Detail geprüft und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten insbesondere im Bereich der wirkungsorientierten Verwaltung aufgezeigt.

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