Verkehrsinfrastruktur, DACH2016 Beton

AKR-Evaluierung

Evaluierung der Vorgehensweisen in AT und DE zur Vermeidung einer schädigenden AKR auf Betonfahrbahnen

Aufgrund der steigenden Verkehrsbelastungen erfolgt die Ausführung von Bundesfernstraßen immer mehr in Betonbauweise. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber anderen Bauweisen liegt in der wesentlich längeren Lebensdauer trotz hoher Beanspruchung. In der nahen Vergangenheit zeigte sich allerdings, dass bei Fehlern in der Auswahl der Ausgangsstoffe infolge von Schäden eine erhebliche Reduzierung der Lebensdauer auftreten kann. Der Grund dafür liegt in vielen Fällen in einer betonschädigenden Reaktion zwischen der Kieselsäure aus den Gesteinskörnungen und dem Alkalihydroxid aus der Porenlösung des Betons – die sogenannte Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR).
In dem gegenständigen Vorhaben sollen die Vorgehensweisen zur Vermeidung einer AKR in Österreich und Deutschland analysiert werden. Dazu soll eine umfangreiche Recherche zu-nächst in beiden Ländern getrennt erfolgen. Anschließend soll aus den Ergebnissen ein gemeinsames Konzept zur Vermeidung einerbetonschädigenden AKR entwickelt werden. Dieses Konzept soll ggf. bei einer europäischen Überarbeitung der Normierung für die Verfolgung einer gemeinsamen Linie eingesetzt werden können. Weiters soll eine Bewertung der in den jeweiligen Ländern geregelten Prüfmethoden erfolgen.Diesbezüglich sind vergleichende Experimentelle Versuche an identischen Gesteinskörnungen geplant. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollen ebenfalls in die Entwicklung des gemeinsamen Konzeptes einfließen. Darüber hinaus sollen weiterführende Ansätze für ein alternatives Schnellprüfverfahren und für eine mögliche Materialmodellierung entwickelt werden. Hierbei soll die Materialmodellierung schlussendlich die Prognose des AKR-Risikos ermöglichen.
Die Ergebnisse des gegenständigen Vorhabens sollen dazu beitragen, die Dauerhaftigkeit von Betonstraßen durch Vermeidung von Schäden infolge einer Alkali-Kieselsäure-Reaktion zu erhöhen. Infolge Dessen können die ökologischen und ökonomischen Aspekte der Betonbauweise von Bundesfernstraßen wesentlich gesteigert werden.

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