ways2go, 1. Ausschreibung (2008)
mobility_techtrends
Schlüsseltechnologien und deren Potenziale für zukünftige Mobilitätsanforderungen
stehen im Zentrum des Projektes. In einem Foresight-Prozess mit einem Zeithorizont 2030 sollen mittels Screening-, Partizipations- und Bewertungsmethoden „Enabling Technologies“ und Schlüsseltechnologien für nachhaltige Mobilitätsentwicklungen identifiziert werden. Ihre Potenziale werden im Sinne räumlich und sozio-ökonomisch nachhaltiger Wirkung anhand der Beispielsregion Linz─Wels bewertet.
Zukünftige Schlüsseltechnologien können einen wertvollen Beitrag leisten, um nachhaltige Mobilitätsmuster zu etablieren. Mit dem Projekt soll ein Beitrag dazu geleistet werden, ein breites Verständnis über „Enabling Technologies“ für Mobilitätsanwendungen und die daraus abgeleiteten Schlüsseltechnologien der Zukunft im Verkehrsbereich zu erzielen.
Als „Enabling Technologies“ werden hier jene Technologieentwicklungen bezeichnet, die nicht unmittelbar mit Fokus auf Mobilitätstechnologien entwickelt werden, deren Anwendungshorizont und Effizienz aber entscheidend beeinflussen. Sie umfassen z. B. Entwicklungen im Computer-Vision-Bereich, Intelligente Kommunikationstechnologien, Fortschritte in der Visualisierungstechnologie und Methodik, natürlichsprachige Text-to-Speech- und Speech-to-Text-Technologien, Performanceverbesserungen im IT-Bereich, inkl. Datenmanagement und Analysemethoden wie z. B. genetische Algorithmen, etc. In einem Foresight-Prozess mit einem Zeithorizont 2030 sollen mittels Desk-research-, Interview-, Partizipations- und Bewertungsmethoden Enabling Technologies für
Mobiliätsanwendungen identifiziert werden. Ihre Potenziale werden im Sinne räumlich und sozio-ökonomisch nachhaltiger Wirkung bewertet. Die technologischen Trends müssen im Kontext mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und räumlichen Trends gesehen werden.
Die Frage der Lebensstile, des demografischen Wandels und die damit einhergehenden Veränderungen im Mobilitätsverhalten sind in Hinblick auf die Akzeptanz der Verkehrstechnologien und neuer Verkehrsorganisationsformen bei deren Bewertung ebenfalls zu berücksichtigen.
Das Projekt gliedert sich in 3 Teile:
• Task 1 umfasst ein Screening von relevanten Technologien sowie eine Metaanalyse wichtiger Foresight- und Szenariostudien, die sich mit Mobilität, und Verkehr, mit Lebensstilen, demografischer Entwicklung sowie mit Raumentwicklung befassen.
• Task 2 umfasst einen zweistufigen partizipativen Prozess in dem ausgehend von den Ergebnissen aus Task 1 zunächst ein Gruppen-Interview mit Experten aus relevanten wissenschaftlichen Disziplinen und Fachbereichen erfolgt und darauf aufbauend mit Stakeholdern in einem Workshop Storylines und Szenarien der künftigen Entwicklung zu erarbeiten. Dabei wird der Möglichkeitsraum zwischen künftigen technologischen Entwicklungen im Verkehrssektor und künftigen Veränderungen in den Lebensstilen durch demografischen Wandel und die sich daraus ergebenden Änderungen in den
Mobilitätsmustern aufgespannt.
• Task 3 umfasst eine Impactanalyse im Sinne einer räumlich expliziten, groben Quantifizierung der regionalen, sozioökonomischen und umweltbezogenen Effekte der erwarteten Entwicklung. Diese erfolgt anhand der Beispielsregion Linz─Wels als typische Stadt-Umlandregion. Daraus abgeleitet werden die österreichweiten Potenziale der identifizierten Schlüsseltechnologien im Hinblick auf Änderungen im Mobilitäts- und Verkehrsverhalten und die sich ergebenden räumlichen, sozio-ökonomischen und umweltbezogenen Effekte dargestellt.

