I2V, 3. Ausschreibung (2009)

CCC - City Cable Car

Die Seilbahn im urbanen Bereich als umweltfreundliche und geräuscharme Alternative für den öffentlichen Nahverkehr.

In Anlehnung an das prämierte Fahrzeugdesign CITY AIR WAY - urbane Seilschwebebahn (Prämierung CREATECH-Ideenwettbewerb) wird die Seilbahn durch das neuartige, urbane Design über den ursprünglichen Zweck der Wintersportbeförderung zum besonders umweltfreundlichen Transportmittel in der Stadt umfunktioniert. Durch die technologische Innovation sowie der Versorgung von Einkaufszentren/-straßen mit Gütern und Waren wird die Akzeptanz und Einsetzbarkeit von Seilbahnen als alternatives Verkehrssystem im urbanen Bereich erweitert.

Speziell für verbaute Gebiete und für den innerstädtischen Bereich entsteht somit eine wesentlich größere Flexibilität und vielseitigere Einsatzmöglichkeit. Besonderes Augenmerk wird dabei der Gestaltung (Design) der Fahrbahn und den Stützbauwerken sowie der städtebaulichen Integration zukommen. Dadurch können gänzlich neue Verkehrslösungen und neue Perspektiven für bestehende Städte, aber auch ganz neue Stadtentwicklungs- und Verkehrskonzepte entstehen. Die neuartige Entwicklung ermöglicht es, Lücken innerhalb eines bestehenden Verkehrsnetzes zu schließen. Darüber hinaus bieten Seilschwebebahnen besonders polyzentrischen Städten ohne SPNV (schienengebundener Personen-Nahverkehr) die Möglichkeit, ein leistungsstarkes ÖPNV-Netz mit eigener Verkehrsebene aufzubauen, ohne auf die wesentlich teureren U-Bahnen/ S-Bahnen zurückgreifen zu müssen. Darüber hinaus wird die Versorgung von Einkaufszentren/- straßen mit Gütern und Waren durch Nutzung der Infrastruktur Seilbahn ermöglicht. Die Güter werden an eine Station (Logistik-Hub) angeliefert und von dort via Seilbahn in eine oder mehrere Einkaufszentren/-straßen transportiert. Gegenüber dem LKW-Transport in der Stadt stellt die City Cable Car eine umweltfreundliche Alternative für den Waren- und Gütertransport dar, der auch in der Nacht automatisiert erfolgen kann. In den Stationen mit Warenumschlag werden Güterverkehr und Personenverkehr getrennt. Mittels spezieller Fördertechnik werden die Güter aus den Fahrzeugen gefördert/gehoben und in der Station entsprechend verteilt. Zugriff auf die Waren hat entweder jedes Geschäft separat oder nur eine zentrale Stelle. Durch den Einsatz spezieller fördertechnischer Einrichtungen können die Fahrzeuge flexibel genutzt werden, je Fahrt entweder für Personen- oder Warentransport.

Als Projektergebnis soll ein Seilbahn-Prototyp des prämierten Fahrzeugdesigns CITY AIR WAY mit all den Innovationsmerkmalen errichtet werden. Dieser Prototyp wird auf dem Doppelmayr Testgelände beim Stammwerk Hohe Brücke in Wolfurt/Vorarlberg realisiert und dient der technischen Weiterentwicklung des
Gesamtsystems.

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