Verkehrsinfrastruktur, VIF2012

iMPulS

Entwicklung von Maßnahmen für P&D-Anlagen hinsichtlich der Aspekte Raumplanung,Ökologie, Sicherheit und Kosten

Aktuell gibt es wenige Umstiegs- und Vernetzungspunkte (IV - IV, IV - ÖV) im Bereich des Autobahn und Schnellstraßen-Netzes (A+S-Netz). Daher wird den VerkehrsteilnehmerInnen die Kombination unterschiedlicher Verkehrsmittel erschwert. Der Besetzungsgrad von PKW auf Autobahnen und Schnellstraßen beträgt durchschnittlich 1,08.1 Das bedeutet, dass sich in 100 PKW lediglich 108 Personen befinden bzw. nur ein PKW zusätzlich zum/zur PKWLenkerIn einen/eine PKW-MitfahrerIn verzeichnet. Ineffizienzen sind die Folge. Fahrgemeinschaften können diesem Problem entgegenwirken, denn an raumplanerisch sinnvollen Standorten können Park & Drive-Anlagen die Bildung von Fahrgemeinschaften erleichtern und folglich dazu beitragen, den Besetzungsgrad von PKW zu erhöhen und das Verkehrsaufkommen zu verringern sowie das Problem des Parkdruckes an den Zielorten zu mindern. Durch das Angebot von Ladestationen an Park & Drive-Anlagen kann zusätzlich Elektromobilität gefördert werden. Park & Drive-Anlagen weisen Potenzial auf, um die Auslastung im A+S-Netz sowie den Parkdruck an unterschiedlichen Zielorten in den Spitzenstunden zu verringern.
Das Projekt iMPulS verfolgt das Ziel, zukünftige Standorte für Park & Drive-Anlagen festzulegen bzw. vorzuschlagen. Mittels Rechenmodell und Kriterienkatalog wird die Größe und Ausstattung der einzelnen Anlagen definiert.
Im Projekt iMPulS wird mittels Vor-Ort-Erhebung der tatsächliche Bestand aktueller Park & Drive-Anlagen ermittelt. Als erstes Ergebnis liegen anschließend Anzahl der Park & Drive-Anlagen, Anzahl der Stellplätze und deren Zustand und Ausstattung vor. Mit Hilfe einer SWOT-Analyse werden die unterschiedlichen Stärken und Schwächen sowie die Chancen und Gefahren von Park & Drive-Anlagen betrachtet. Im Rahmen eines internationalen Systemvergleiches wird in weiterer Folge die anzustrebende Ausstattung von Park & Drive-Anlagen ermittelt.
Um den derzeitigen Bedarf an Park & Drive-Anlagen zu eruieren, wird eine quantitative Befragung (Erhebung des NutzerInnen-Potenzials – Nachfrageseite) sowie eine Erhebung der einzelnen Anlagen und dessen Auslastung (Angebot an Park & Drive-Anlagen – Angebotsseite) durchgeführt. Die weiters eingesetzte Methode der Fokusgruppe liefert zudem qualitative Aussagen bezüglich Nutzungsanforderungen und gibt Aufschluss über die Motive der Nutzung (bzw. Nichtnutzung) von Park & Drive-Anlagen.
Mittels der o.g. Befragung, kann das subjektive Sicherheitsgefühl der NutzerInnen an Park & Drive-Anlagen ermittelt werden und somit ein Katalog zum Thema "Sicherheit" erstellt werden. Durch empirische Beobachtungen an Park & Drive-Anlagen können aktuelle Sicherheitsstandards der Anlagen erhoben und beurteilt werden. Im Rahmen des Projekts wird eine Checkliste für PlanerInnen zur Anwendung für bereits bestehende Anlagen und neu zu planende Anlagen erstellt.
Zur Ermittlung des zukünftigen Bedarfs wird ein Rechenmodell erstellt, welches statistische Angaben sowie Potenziale an möglichen Fahrgemeinschaften beinhaltet. Im Zuge des Projektverlaufs wird ein Kriterienkatalog erstellt. Dieser beinhaltet Kennzahlen und Standards, die der Ausgestaltung von Park & Drive-Anlagen dienen.
In einem weiteren Arbeitsschritt werden die betriebs- und volkswirtschaftlichen Nutzen und Kosten der vorgeschlagenen Park & Drive-Standorte ermittelt und anschließend eine Nutzen-Kosten-Analyse (NKA) nach RVS 02.01.22 durchgeführt. Zudem werden die Rollen der unterschiedlichen Akteure bezüglich einer Maßnahmenumsetzung beschrieben.

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