Fahrzeugtechnologien, MdZ 1. Ausschreibung (2012)

Wasserstoffspeicher

Ionische Flüssigkeit als druckloser, ohne Kühlung flüssiger, regenerierbarer Wasserstoffspeicher

Der kritische Punkt am Weg zur Wasserstoffmobilität ist die Speicherung des Wasserstoffs im Fahrzeug. Die bisher zur Verfügung stehenden Speicher sind entweder sehr schwer (Druckspeicher) oder sie müssen bei sehr tiefen Temperaturen gehalten werden und verlieren bei längerem Stillstand Wasserstoff an die Umgebung (kryogene Speicher).
Ionische Flüssigkeiten haben das Potenzial, Wasserstoff drucklos und bei Raumtemperatur bei einer Energiedichte zu speichern, die etwa 1/3 der Energiedichte von fossilen Kraftstoffen entspricht. Der Wasserstoff wird aus den ionischen Flüssigkeiten über einem Katalysator in hoher Reinheit freigesetzt, weil die ionische Flüssigkeit selbst nicht verdampft. Ohne Katalysator wird auch bei sehr hohen Temperaturen kein Wasserstoff freigesetzt, die Flüssigkeiten sind nicht brennbar und daher auch wesentlich sicherer als die heute eingesetzten, konventionellen Kraftstoffe.

Im Projekt soll eine geeignete ionische Flüssigkeit gefunden und ein Verfahren zur Speicherung von Wasserstoff in einer ionischen Flüssigkeit und Rückgewinnung in einem Kraftfahrzeug entwickelt werden. Die Speicherdichte soll mit mindestens 60 g Wasserstoff / l Flüssigkeit etwa 1/3 der Energiedichte von Mineralölprodukten erreichen. Der Antragsteller proionic ist Spezialist für ionische Flüssigkeiten und verfügt über eine Reihe verschiedener ionischer Flüssigkeiten. Der Projektpartner TU Graz (Institut für chemische Verfahrenstechnik und Umwelttechnik) ist Spezialist für Brennstoffzellen, die für die Be- und Entladung des Speichermediums in Frage kommen. Der Partner VTU Engineering GmbH hat Erfahrung in der Entwicklung und mit dem Bau elektrochemischer Anlagen. VTU Holding GmbH wird das Projekt durch Patronatserklärungen unterstützen, wird selbst aber kein Projektpartner sein.

Marktreife wird in 3 bis 6 Jahren erwartet.

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