Personenmobilität, MdZ 2. Ausschreibung (2013)

PlayMobi

Spielerisch und smart Mobilitätsverhalten ändern

Im Zuge von „PlayMobi“ wird ein integratives Spielkonzept entwickelt, das die Optionsvielfalt in der individuellen Mobilität aufzeigt und SpielerInnen dahingehend motivieren soll, freiwillig inter- und multimodal unterwegs zu sein. PlayMobi stellt eine Synthese aus einem Serious Game mit lokationsbasierten Gamification-Elementen und integrierten neusten IKTTechnologien zur Steigerung des multimodalen Verkehrsverhaltens von Einzelpersonen und Gruppen dar.

Das Projekt „PlayMobi“ zielt darauf ab mit Hilfe eines spielerischen Frameworks, das neueste IKT-Technologien, Gamification-Ansätze und erhaltensänderungstheorien integriert, nachhaltige bzw. inter- und multimodale Mobilität im städtischen Raum zu fördern.

Die Möglichkeit jederzeit große oder kleine Entfernungen mit beliebigen Verkehrsmitteln zu bewältigen, gewährleistet zwar eine hohe individuelle Flexibilität, führt jedoch zu verschiedenen verkehrsplanerischen Konsequenzen wie etwa einer massiven Behinderung des Verkehrsflusses und einer sich ständig ausweitenden Platzproblematik. Steigende Emissionswerte hinsichtlich CO2, NO2 und der damit verbundenen Feinstaubproblematik
verhindern einerseits das Erreichen internationaler Ziele hinsichtlich des Umweltschutzes und beeinträchtigen andererseits die Gesundheit der StadtbewohnerInnen. Diese Faktoren erhöhen wiederum die kommunalen und staatlichen Kosten, die aufgrund der wenig zukunftsfähig gelebten Praxis des Individualverkehrs zu tragen sind (u.a. Unfälle, Strafzahlungen).

Im Zuge des Projekts soll ein integratives Spielkonzept entstehen, welches
verhaltenstheoretische Modelle (MAX-Selbstregulierungsmodell) mit spielewissenschaftlichen Modellen (Gamification & Serious Games) in einer umfassenden Synthesevereint. Ziel ist, eingefahrene Verhaltensmuster aufzubrechen, Alternativen aufzuzeigen und durch eine authentische Spielerfahrung die Motivation auf sanfte Mobilitätsarten umzusteigen zu erhöhen – dies entspricht einer persuasiven Designausrichtung. Durch die
Integration aktueller Technologien (pervasiv Games) und urbaner Offline-Kampagnen sollen zum einen die Lebenswelt der Zielgruppe angesprochen und zum anderen ein Transfer zwischen virtueller und realer Spielwelt forciert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, werden das Spielkonzept sowie die Umsetzung eines Demonstrators der mobilen Applikation im Mobile Living Lab so zielgruppennah wie möglich umgesetzt. Die grundlegende Spielmechanik sowie die Funktionalität bzw. die Usability werden iterativ basierend auf den
Rückmeldungen von Fokusgruppen optimiert. Zusätzlich werden ExpertInnen in Form von Workshops eingebunden, um eine hohe fachliche sowie praxisbezogene Umsetzung zu ermöglichen. Die Ergebnisse des Projekts werden laufend evaluiert und münden in ein Handlungskonzept zur Förderung inter- und multimodaler Mobilität sowie einer Wirkungsanalyse hinsichtlich der verhaltensbezogenen und kognitiven Effekte.

zurück