Personenmobilität, MdZ 4. Ausschreibung (2014)

MULTIMOTIV

MULTIMODALITÄTSTOOL FÜR RURALE RÄUME

Die bewusste Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel in der Alltagsmobilität (Multimodalität) kann einen Beitrag hin zu einer nachhaltigen Mobilität leisten, indem starre Nutzungsmuster im motorisierten Individualverkehr (MIV)aufgebrochen werden und damit die Nutzung des Umwelt¬verbunds gefördert wird. Das meist vielfältige Verkehrsangebot in urbanen Räumen bietetAlternativen zum MIV – das meist weniger dichte und weniger breite Verkehrsangebot in ruralen Räumen erschwert ein multimodales Verkehrsverhalten. Ziele des Projekts MULTIMOTIV sind (1) die aktuelle Wissenslage über multimodales Verkehrsverhalten von Personen, die im ländlichen Raum wohnen, zuverbessern, (2) erstmalig im deutschsprachigen Raum Multimodalität umfassend zu erheben und darauf aufbauend (3) in einem partizipativen Prozess Werkzeuge, Maßnahmen und Methoden für Planung, Politik, Umsetzung und Evaluierung zu erarbeiten, die das Bewusstsein für multimodale Mobilität im ländlichen Raum erhöhen.

Das meist vielfältige Verkehrsangebot in urbanen Räumen bietet Alternativen zum MIV, wo hingegen das meist weniger dichte und weniger breite Verkehrsangebot in ruralen Räumen ein multimodales Verkehrsverhalten erschwert. Multimodales Verkehrsverhalten im Sinne einer bewussten Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel in der Alltagsmobilität, kann einen Beitrag hin zu einer nachhaltigen Mobilität leisten, indem starre Nutzungsmuster im motorisierten Individualverkehr aufgebrochen werden und damit die Nutzung des Umweltverbunds gefördert wird.

Über Multimodalität in urbanen Räumen gibt es bereits umfangreiche Erkenntnisse, für rurale Räume ist der Wissenstand ein weitaus geringerer. Ziele im Rahmen des Projekts MULTIMOTIV sind die aktuelle Wissenslage über multimodales Verkehrsverhalten von Personen, die im ländlichen Raum wohnen, zu verbessern und erstmalig im deutsch-sprachigen Raum Multimodalität umfassend (aufbauend auf den Erkenntnissen aus dem Vorprojekt OPERMO) über einen Zeitraum von 12 Monaten (in den drei Testgemeinden) zu erheben und daraus inhaltliche und methodische Erkenntnisse abzuleiten. Ein weiteres Ziel ist, in einem partizipativen Prozess–gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohner und relevanten Stakeholdern – ein Multimodalitätstool zu arbeiten. Dieses Tool wird Werkzeuge, Maßnahmen und Methoden für Planung, Politik, Umsetzung und Evaluierung enthalten, die das Bewusstsein für multimodale Mobilität im ländlichen Raum erhöhen. MULTIMOTIV wird somit den Diskurs bzw. Erfahrungsaustausch zu individuellem Mobilitätsverhalten und Verkehrsmittelentscheidungen anstoßen und Wünsche, Bedürfnisse, Ansprüche, Möglich-keiten, Beweggründe und Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit Multimodalität in ruralen Räumen aufzeigen. Eine betriebs- und volkswirtschaftliche Analyse sowie eine Potentialabschätzung und die Erarbeitung möglicher Weiterentwicklungs-potenziale für das Multimodalitätstool schließen das Projekt MULTIMOTIV ab.

Potentielle Kundinnen und Kunden der Ergebnisse aus dem Projekt MULTIMOTIV, auf den beiden Ebenen der (1) Grundlagenarbeit zum Thema Multimodalität im ländlichen Raum bzw. der Mobilitätsdatenerhebung mit dem Fokus auf Multimodalität und (2) der Entwicklung des Multimodalitätstools sind vor allem Gemeinden, Länder, Anbieter öffentlicher Verkehrs-systeme sowie Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die im Bereich Mobilität tätig sind. Dieser Umstand ist auch über die große Anzahl an LOI- und EOI-Schreiben zum gegenständlichen Projekt erkennbar.

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