Personenmobilität, MdZ 4. Ausschreibung (2014)

PhantasiJA

AKTIV MOBIL: Ich mach mir die Welt, wide wide wie sie mir gefällt

Innerhalb des Projektes PhantasiJA erschaffen Jugendliche im Rahmen eines kreativen Arbeitsprozesses eine „PhanatsiJA-Stadt“, die auf die Nutzung aktiver Mobilitätsformen ausgerichtet ist und dabei auf die Bedürfnisse und Wünsche aller Altersgruppen abzielt. Es wird auf unkonventionelle Weise ein zukunftsorientiertes FTE-Konzept entwickelt, welches zur aktiven Personenmobilität beitragen wird.

Die Ausgangssituation:
Ein Phänomen der westlichen Gesellschaft ist der Rück-gang der aktiven Mobilität, der mit dem Zuwachs an Bequemlichkeit, der Fortbewegung mit dem Auto und den damit verbundenen Zivilisationskrankheiten in Verbindung steht. Dies stellt ein ernstzunehmendes Problem dar.

Die Ziele und Methoden:
Mit einem unkonventionellen methodischen Ansatz, zielt PhantasiJA darauf ab, diesem Problem zu begegnen: Ziel ist es, ein ganzheitliches FTEKonzept zu entwickeln, welches Maßnahmen zur Förderung aktiver Mobilität in den Bereichen Infrastruktur, Technologie-entwicklung und Verkehrsmittelalternativen enthalten wird. PhantasiJA wendet dabei eine neue, innovative Strategie an und macht sich dabei die Stärken von Jugendlichen zu Nutze, um neuartige, nachhaltige Entwicklungen anzustoßen, die von Erwachsenen kaum oder nicht erdacht werden könnten. Jugendliche haben wesentliche Ressourcen, die in PhantasiJA als Schlüsselfaktoren genutzt werden: sie sind unvoreingenommen, ‚unverbildet’, empathisch, kreativ und neugierig.

ExpertInnen aus den Bereichen Raumplanung, Technologieentwicklung, Verkehr und Pädagogik begleiten die Jugendlichen durch einen kreativen Arbeitsprozess. Um die Jugendlichen gedanklich mit dem Thema Mobilität vertraut zu machen und die Bedürfnisse von allen NutzerInnengruppen zu ergründen, werden zunächst Fokusgruppendiskussionen durchgeführt. Im Rahmen dieser fokussieren die Jugendlichen auf die Bedürfnisse und
Anforderungen an Infrastruktur, Technologien und Verkehrsmittelalternativen, die potentiell ein aktives Mobilitätsverhalten fördern. Unter aktivem Mobilitätsverhalten wird dabei zu Fuß gehen, Rad fahren, Skateboard- oder Scooternutzung, etc. als auch die Verwendung des öffentlichen Verkehrs verstanden.

Nach den Fokusgruppendiskussionen werden die Jugendlichen in einen ‚Kreativ-Workshop’ eingebunden, in dem sie eine ‚PhanatsiJA-Stadt’ gestalten, die auf die Nutzung aktiver Mobilitätsformen ausgerichtet ist und dabei nicht nur attraktiv für Jugendliche ist, sondern auch auf die Bedürfnisse und Wünsche aller Altersgruppen abzielt. Neben der städtischen
Infrastruktur wird auch die Gestaltung von Technologien und alternativen Verkehrsmitteln fokussiert, die aktive Mobilität im Vergleich zur Nutzung des motorisierten Individualverkehrs attraktiver werden lassen.

Das Ergebnis und Erkenntnisse:
Somit wird auf unkonventionelle Weise ein zukünftiges, ganzheitliches FTE-Konzept entwickelt, welches in einem Folgeprojekt weiter untersucht und realisiert wird. Die Vorarbeit, die in diesem Projekt geleitstet wird, stellt also die Basis für zukünftige Projekte dar, in denen es um die Umsetzung der „crazy ideas“ der Jugendlichen geht. PhantasiJA ist somit sehr anwendungsorientiert: Maßnahmen, im Bereich der Infrastruktur, innovativer Technologien und Verkehrsmittelalternativen, die von Jugendlichen entwickelt werden und auf die Förderung aktiver Mobilität fokussieren, stellen Wegbereiter für neuartige Lösungsbeiträge in allen drei Forschungsfeldern dar: multimodale Lebensstile, aktive Mobilität und gleichberechtigte Mobilität.

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