Urbane Mobilitätslabore, Sondierung Urbaner Mobilitätslabore

CHANGE-Lab

Centre for habitual change analysis in transportation for the design of effective, socially accepted mobility measures

Das CHANGE-Lab Sondierungsprojekt untersucht und schafft die inhaltlichen und organisatorischen Grundlagen für ein urbanes Mobilitätslabor, in dessen Rahmen zielgruppenspezifische Effekte von Maßnahmen zur Motivation von Mobilitätsverhaltensänderungen in
unterschiedlichen sozialräumlichen Kontexten untersucht und evaluiert werden können. Die geplante österreichweit allen AkteurInnen zur Verfügung stehende Forschungsinfrastruktur stimuliert Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die zu einer besseren Einschätzung der
Wirksamkeit unterschiedlicher verkehrspolitischer Maßnahmen beiträgt und somit dieeffiziente und effektive Erreichung verkehrspolitischer Zielsetzungen unterstützt.

Ambitionierte verkehrspolitische Zielsetzungen wie die Erhöhung der aktiven Mobilität, die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs und die Erreichung von Klimazielen sind nur erreichbar, wenn viele Menschen nicht länger an ihren Mobilitätsgewohnheiten festhalten sondern ihr Verhalten hin zu nachhaltigen Mobilitätsmustern ändern. Mobilitätsverhaltens-änderungen sind jedoch mit traditionellen Maßnahmen wie Verboten oder Anreizen nur schwer zu erzielen und lösen oft unerwünschte Nebeneffekte aus, wobei das gewünschte Zielverhalten selbst nur ungenügend erreicht wird. Es fehlt daher an fundierten und langfristig evaluierten Erkenntnissen, wie unterschiedliche soziale Gruppen auf harte und weiche verkehrspolitische Maßnahmen reagieren und wie sie zu Verhaltensänderungen motiviert werden können, sowie welchen Einfluss unterschiedliche Rahmenbedingungen auf die Wirkung haben können.

Das CHANGE Lab Sondierungsprojekt bereitet die Grundlagen für die Implementierung eines urbanen Mobilitätslabors in Form einer Forschungsinfrastruktur, in deren Rahmen zielgruppenspezifische Effekte von Maßnahmen zur Motivation von dauerhaften Mo-bilitätsverhaltensänderungen in unterschiedlichen sozialräumlichen Kontexten un-tersucht und evaluiert werden. Das geplante Mobilitätslabor ist dabei nicht ortsgebunden und erleichtert als Akteursnetzwerk allen AkteurInnen aus ganz Österreich den Zugang zu potenziellen überregionalen und lokalen Forschungs- und UmsetzungsakteurInnen sowie zur erforderlichen Forschungsinfrastruktur. Auf Basis der Erkenntnisse aus den dadurch stimu-lierten Forschungsaktivitäten können Wirkung von Maßnahmen besser eingeschätzt wer-den, wodurch sie effizienter geplant und zielgerichtet eingesetzt werden können. Dies er-höht die Effektivität und Akzeptanz der Maßnahmen und trägt wesentlich zur Er-reichung der verkehrspolitischen Ziele bei.

Im Rahmen des Sondierungsprojekts werden zu diesem Zweck unter Einbeziehung der beteiligten AkteurInnen aus Forschung, Politik, Verwaltung, Unternehmen und Interessens-vertretungen zwei Schwerpunkte erarbeitet: a) eine Forschungs-Agenda, die die gemein-samen Forschungsziele und Entwicklungspfade für das Mobilitätslabor festlegt, sowie b) eine Definition der organisatorischen Erfordernisse für die Umsetzung und den Betrieb des CHANGE Lab Mobilitätslabors. Die Ergebnisse werden in Form eines Umsetzungsplans konkrete Empfehlungen für die Implementierung des geplanten urbanen Mobilitätslabors bereitstellen. Begleitet werden diese Aktivitäten von der Gründung und kontinuierlichen Erweiterung eines österreichweiten Akteursnetzwerks sowie von umfangreichen Dissemi-nationsmaßnahmen. Die hohe Relevanz des Vorhabens und die große Bereitschaft zur Mitgestaltung durch unterschiedliche Akteursgruppen wird bereits durch die breite Unterstützung des CHANGE Lab Sondierungsprojekts mit 40 LOIs von Gemeinden, Forschenden, EntwicklerInnen, Zielgruppenvertretungen, MobilitätsanbieterInnen und ande¬ren eindrucksvoll dokumentiert.

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