Urbane Mobilitätslabore, Sondierung Urbaner Mobilitätslabore

UML-Freight 4.0

Urban Mobility Lab: smart urban freight logistics 4.0

Das Sondierungsprojekt UML-Freight 4.0 soll durch die Bündelung und Weiterentwicklung vorhandener Kompetenzen und Wissen die Basis für die mittel- und langfristige Umsetzung konkurrenzfähiger und umweltfreundlicher Alternativen zur Gestaltung einer nachhaltigen urbanen Gütermobilität in smarten Städten schaffen. Das Ergebnis von UML-Freight 4.0 ist eine umfassende Analyse, Evaluation und Aufbereitung einer zukunftsweisenden Laborumgebung für nachhaltige Logistik in smarten Städten und deren Umland mit Fokus auf die Herausforderungen der Entwicklung des „Internets der Dinge“. Basierend auf den drei Säulen der Nachhaltigkeit ist die „Logistik 4.0“, als Schnittstelle zwischen virtueller und realer Welt, neben Open Innovation und Big Data, ein maßgeblicher Themenschwerpunkt von UML-Freight 4.0. Die aufgrund der Diversität des einreichenden Projektkonsortiums erzielbare Breitenwirkung ermöglicht es dem Projekt, einen langfristigen Beitrag zur Erreichung einer smarten, nachhaltigen Logistik für urbane Räume zu leisten.

Weltweit verzeichnen Städte massives Bevölkerungswachstum. Der globale Megatrend heißt
„Verstädterung“. Der weltweite Anteil der Stadtbewohner steigt von knapp 51% im Jahr 2010
auf 70% im Jahr 2050 (Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, 2014). Auch Wien wird in den
nächsten Jahren die Einwohnerzahl von über 2 Millionen erreichen. Mit knapper werdenden
Ressourcen und Infrastrukturen muss eine wachsende Anzahl von EinwohnerInnen immer
größerer und komplexerer Städte versorgt werden. Eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Stadtkonzeptes subsumiert das Konzept der „Smart City“. Dieses beschreibt eine hochmoderne Stadt, die unter Einsatz innovativer Technologien in allen Bereichen zur Erhöhung der Lebensqualität beiträgt und im Einklang mit der Umwelt funktioniert und wächst. Entsprechend dem Ergebnis der Studie „delivering tomorrow“ (Erhart et al. 2010) sind über 50% der Menschen in westlichen Industrieländern (und sogar über 80% der Menschen in Asien) bereit, mehr für umweltverträgliche Produkte mit möglichst geringem CO2-Ausstoß in Produktion und Transport bezahlen. Das von der EU vorgegebene Ziel einer Reduktion transportbedingter Emissionen von 60% bis 2050 und eine 50%ige Reduktion fossil angetriebener Fahrzeuge in der Logistik in städtischen Zentren bis 2030 gilt es dementsprechend zu erreichen (Europäische Kommission 2011). Umweltschutz nimmt also einen immer höheren Stellenwert ein und Unternehmen beginnen, aktiv darauf zu reagieren. Auch die Logistik unterzieht sich einem Evolutionsprozess, und berücksichtigt explizit ökologische und soziale Aspekte. Dazu bedarf es neben den logistischen auch technologische, kooperative und regulative Ansätze. Zwei wesentliche Schlüssel für den
Umgang mit diesen Herausforderungen sind die „Smart City bzw. Transition Town“ sowie das „Internet der Dinge“ als global wahrnehmbare Trends. In diesem Kontext braucht es insbesondere (neben Initiativen in der Personenmobilität) auch eine smarte Güter-Logistik.

Die Vision des Sondierungsprojekts UML-Freight 4.0 besteht daher in der Schaffung
eines zukunftsweisenden, nachhaltig orientierten Living Labs, das auf smarte, urbane
Gütermobilität fokussiert, um einen langfristig gesamtheitlich belastbaren Wirtschaftsstandort zu entwickeln. Das gelingt durch Bündelung und Weiterentwicklung des vorhandenen Wissens, um konkurrenzfähige und umweltfreundliche Alternativen zur Gestaltung einer nachhaltigen urbanen Gütermobilität in smarten Städten aufzuzeigen und kurz- bzw. mittelfristig auch umsetzen zu können. Das Ergebnis von UML-Freight 4.0 ist eine umfassende Analyse, Evaluation und Aufbereitung einer zukunftsweisenden Laborumgebung für nachhaltige Güter-Logistik in smarten Städten. Basierend auf den drei Säulen der Nachhaltigkeit steht dabei die „Logistik 4.0“ als Schnittstelle zwischen virtueller und realer Welt, mit maßgeblichem Einfluss auf physische Prozesse in den Städten, als thematischer Schwerpunkt im Mittelpunkt. Eine fundamentale Rahmenbedingung für UMLFreight 4.0 bildet die Balance zwischen der Weiterentwicklung effizienter Logistikziele und der effektiven Erreichung von Klimazielen. UML-Freight 4.0 unternimmt einen wesentlichen Schritt zum „Transfer von Technologien zu Innovationen“. Die aufgrund der Diversität des einreichenden Projektkonsortiums erzielbare Breitenwirkung ermöglicht es dem
Projekt, einen langfristigen Beitrag zur Erreichung einer smarten, nachhaltigen
Logistik für urbane Räume zu leisten.

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