Gütermobilität, MdZ 5. Ausschreibung (2014)

Urban Loading

Ladezonenmanagement im urbanen Raum

Das Projekt Urban Loading basiert auf drei Varianten des innovativem Ladezonen-managements im urbanen Raum. Der Machbarkeitsstudie unterzogen werden die Variante einer gesetzlich regulierten Ladezonenbewirtschaftung, die Möglichkeit des kooperativen Ladezonenmanagements sowie die Alternative der Belegungsinformation für Ladezonen. Ziel ist die Prüfung dieser Lösungsansätze unter Berücksichtigung rechtlicher, technischer, organisatorischer und wirtschaftlicher Aspekte sowie die darauf aufbauende Entwicklung eines Betreibermodells für die angepeilte Umsetzung eines innovativen Ladezonenmanagements.

Lieferverkehr und die damit verbundene Ladetätigkeit führt vor allem im urbanen Raum häufig zu Problemen. Die für eine reibungslose Logistik erforderlichen Ladezonen können nur in begrenztem Ausmaß zur Verfügung gestellt werden. Dies führt nicht selten zu lokalen beziehungsweise zeitlich begrenzten Engpässen. Resultierende Umwegfahrten, erhöhter Ladezonen-Suchverkehr und Halten in zweiter Spur führen zu ökonomischen, ökologischen sowie verkehrsorganisatorischen Problemen.

Dieses Problem besteht nicht nur in Städten wie Wien, sondern in nahezu sämtlichen Ballungsräumen Eurpoas. Ziel muss es sein, die Kapazitäten der vorhandenen Ladezonen bestmöglich auszunützen: innovatives Ladezonenmanagement.

„urban loading“ baut zunächst auf nachstehenden Lösungsansätzen auf:
- Eine regulierte Ladezonenbewirtschaftung mit dem Ziel der Prüfung der Machbarkeit eines rechtlich verbindlichen Reservierungs- bzw. Buchungssystems
- Ein kooperatives Ladezonenmanagement mit dem Ziel der Prüfung der freiwilligen Kooperation von Endnutzern im Rahmen eines rechtlich nicht verbindlichen Reservierungsbzw. Buchungssystems auf Basis Fair Play
- Die Belegungsinformation für Ladezonen - detektiert mit Hilfe von Magnetfeldsensoren - als Entscheidungsunterstützung für Endnutzer

Gemeinsam mit den am Projekt beteiligten Stakeholdern, der MA46 der Stadt Wien (Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten), der MA 65 (Rechtliche Verkehrsangelegenheiten) sowie der BVL Bundesvereinigung Logistik Österreich als Branchenvertretung der Transportwirtschaft werden die jeweiligen Lösungsansätze nach rechtlichen, technischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Kriterien analysiert und mögliche Betreibermodelle erarbeitet. Aus der Evaluierung dieser Ergebnisse wird weiters eine Lösung entwickelt, welche nach Möglichkeit die Vorteile der drei Lösungsansätze vereint und deren Nachteile minimiert. Ergebnis ist ein auf seine Machbarkeit hin geprüftes Konzept für ein System zum innovativen Ladezonenmanagement inklusive Vorschlag für ein Betreibermodell. Dieses Konzept soll in weiterer Folge in einem auf der gegenständlichen Sondierung aufbauenden F&E-Projekt prototypisch umgesetzt werden.

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