Fahrzeugtechnologien, MdZ 6. Ausschreibung (2015)

Bulk H2 onRail

Wasserstofflogistik - Untersuchung der techno-ökonomischen Feasibility und der Rahmenbedingungen für den Rail Transport

Die Ausgangssituation ist gekennzeichnet dadurch, dass Wasserstoff als Energieträger bisher nur im Bereich der stationären Energieerzeugung und CHP-Anwendung sowie für den Straßenverkehr in Betracht gezogen wurde. Dazu kommen Early Market Segmente, die diesen Hauptsektoren zuzurechnen sind, wie einerseits USV-Anwendungen im Telekom-Sektor oder andererseits industrielle Materialhandling-Fahrzeuge wie Gabelstapler. Seit Anfang 2014 zeichnet sich durch die Entwicklung des Projektes der deutschen Bundesländer mit dem Schienenfahrzeughersteller ALSTOM, dass auch dieses Segment möglicherweise an der Early Market Schwelle steht.

Wenn der Schienenersatzverkehr zum Bedarfsträger wird, ändern sich einerseits die Nachfrageszenarien und potentiell auch die Infrastrukturvoraussetzungen aufgrund von möglichen Synergieeffekten. Obwohl bisher nicht verfolgt, erscheint es logisch, den Schienenpfad für Wasserstoff als Transportweg zu untersuchen, da er aus Sicht desEnergieverbrauchs attraktiv ist und somit ein Potential als Brückenlösung zwischen Straßen-LKW-Transport und Pipeline darstellt.

Ziel des vorgeschlagenen Studienprojektes ist die umfassende Untersuchung der Möglichkeit, Wasserstoff auf der Schiene und im Kombiverkehr zu distribuieren. Dazu gehört einerseits die technische Machbarkeit für eine breite Selektion heutiger und zukünftig wahrscheinlicher Wasserstoffspeichertechnologien. Des Weiteren sind die sicherheitstechnischen Rahmenbedingungen zu analysieren und sowohl Gaps zu adressieren und Verfahren/Prozesse für die Behebung der festgestellten Lücken vorzuschlagen bzw. womöglich bereits Zulassungsverfahren zu beschreiben und entsprechende Schulungsprogramme zu entwerfen. Zusammen mit einer Wirtschaftlichkeitsrechnung soll somit eine gesamthafte Beurteilung der techno-ökonomischen Feasibilität der Wasserstofflogistik auf der Schiene erfolgen.

Der Innovationsgehalt der Studie besteht prinzipiell in der Untersuchung der Schiene als Transportpfad, der Inklusion innovativer Speichertechnologien sowie der Analyse der Synergien mit dem Aufbau bzw. Planung der Wasserstoffversorgungs-Infrastruktur im intermodalen Kontext Schiene/Straßenverkehr inclusive Nutzung für Energieszenarien mit hohem erneuerbaren Anteil.

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