Fahrzeugtechnologien, MdZ 6. Ausschreibung (2015)

KC4HiPS

Key Components for High Pressure Systems

Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologien haben großes Potential, Fahrzeugantriebe und stationäre Energieversorgungssysteme emissionsfrei, unabhängig von fossilen Energieträgern und ansprechenden Reichweiten bzw. Betriebszeiten zu realisieren. Den aktuellen Planungen entsprechenden wird Wasserstoff als Fahrzeugkraftstoff in den kommendenJahren in einigen Schlüsselmärkten weltweit eingeführt.

Die für diese Anwendungen erforderlichen Technologien schaffen Möglichkeiten für zusätzliche und nachhaltige Wertschöpfung sowie Arbeitsplätze und stärken bzw. erhöhen die Exportchancen der österreichischen Automobil-, Energie-, Chemie und Maschinenbauindustrie.

Die Analyse einer konventionellen Kraftstoffversorgungsanlage für gasförmigen Wasserstoff (GH2-KVA) zeigt, dass der Speicherbehälter maßgeblich für die Kosten und das Gewicht der GH2-KVA verantwortlich ist. Die Optimierung des Materialeinsatzes und des Herstellungsprozesses ist eine effektive Möglichkeit zur Kosten- und Gewichtsminderung. Dierestlichen Komponenten der GH2-KVA verursachen einen geringen Anteil der Kosten und des Gewichtes. Durch die historische Entwicklung auf Basis vorhandener Industriekomponenten und die Aneinanderreihung der Einzelbauteile sind aber erhebliche Einsparpotentiale vorhanden.

Die vorliegende Projekteinreichung der Projektpartner HypTec und Magna Steyr umfasst Entwicklungsbereiche der GH2-KVA, insbesondere Speicherbehälter und Ventiltechnik, und leistet einen Beitrag zur Kosten- und Gewichtsreduktion durch Schnittstellenoptimierung, Funktionale Integration und Bauteiloptimierung:
HypTec entwickelt ein innovatives Systemventil, dass den Massenfluss während der Betankung, der Entnahme, im Sicherheitsfall und im Schadensfall steuert und somit alle separaten Schaltkomponenten einer konventionellen GH2-KVA ersetzt.
Magna Steyr entwickelt ausgewählte Teilumfänge des Speicherbehälters, insbesondere die Konstruktion und den Prozess zum Lagenaufbau des Faser-Harzverbundes, die Schnittstelle zum Systemventil und den mechanischen Schutz.
Wichtiger Punkt ist die enge Abstimmung der beiden Komponenten zum Erreichen der Grundanforderungen an die GH2-KVA und damit der Marktakzeptanz.

Die Projektergebnisse verschaffen den Projektpartnern eine internationalen Wett-bewerbsvorteil bei der zukünftigen Entwicklung und Fertigung kostengünstiger, langzeitstabiler und risikoarmer Produkte und stellt die Entwicklung bzw. Fertigung von High Tech Produkten für clean Mobility Made in Austria mittel- und langfristig sicher.

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