Transnationale Projekte, Sustainable Logistics and Supply Chains, ERA-NET TRANSPORT III Flagship Call 2015

HubHarmony

Harmonization benchmark for inland multimodal hubs Future links for sustainability

HubHarmony zielt auf die Harmonisierung von Betriebsabläufen und Dienstleistungen in multimodalen Terminals ab und unterstützt dadurch deren nahtlosen Betrieb. Anders als bisherige Projekte, liegt der Fokus von HubHarmony nicht auf der Leistungsfähigkeit einzelner Terminals, sondern auf der Bewertung ihres Harmonisierungsgrads. HubHarmony rückt Knotenpunkte in das Zentrum der Untersuchung und ergänzt dadurch einen wertvollen Puzzlestein zur gesamtheitlichen Betrachtung nachhaltiger Logistikprozesse. Durch die Berücksichtigung von Synergiepotenzialen, trägt das Projekt zu einer kosteneffizienten Entwicklung des transeuropäischen Verkehrsnetzes bei.

Im Rahmen des Projekts HubHarmony wird (i) ein Harmonisierungs-Benchmark für multimodale Terminals entwickelt und (ii) eine Folgenanalyse des potentiellen Einsatzes vielversprechender Dienstleistungsangebote auf die lokale Wirtschaft, das Umfeld und die Ausgestaltung zukünftiger Binnenterminals durchgeführt. HubHarmony baut auf einer Analyse der Bedürfnisse unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure auf (z.B. Spedition, Betrieb, Frachtführung). HubHarmony richtet seine Analyse vorrangig auf Container-Terminals, City Terminals, Trockenhäfen, Güterverkehrszentren sowie Konsolidierungszentren und Lagerhallen, falls diese Teil eines multimodalen Terminals sind. Abhängig von den Eigenschaften des Knotenpunkts, dem Dienstleistungsangebot, der Lage, dem Modal Split etc. klassifiziert das Projekt rund fünf Hauptkategorien sowie weitere Sub-Kategorien von Terminals und nutzt diese als Basis für die weitere Analyse.

Mit Hilfe des Harmonisierungs-Benchmarks wird die Ausgestaltung von Betriebsabläufen und Dienstleistungen in multimodalen Terminals messbar gemacht. Der Benchmark erfasst betriebliche Prozesse, technische und organisatorische Aspekte im Rahmen des Betriebs sowie aktuelle und vielversprechende zukünftige Dienstleistungen. Die angewandte Methodologie stützt sich auf diedrei Säulen Umwelt, Wirtschaft und Soziales, um die Nachhaltigkeit eines Terminals erfassbar zu machen und um festzustellen, ob bzw. wie potenzielle zukünftige Dienstleistungen auf diese einwirken. Dieser Schritt berücksichtigt die erkennbare Entwicklung der Logistik zu mehr Serviceorientierung. Das finale Evaluierungsinstrument ermöglicht Synergien innerhalb des Verkehrsnetzes zu berücksichtigen und wird in empirischen Tests erprobt. HubHarmony nutzt Causal loop diagrams, um Wirkungsketten und Folgen neuer Dienstleistungen auf die lokale Wirtschaft, die Errichtung unddie zukünftige Ausgestaltung von Terminals zu beschreiben und zu analysieren. Die Untersuchung legt ihren Fokus dabei auf Dienstleistungen, die durch Neuerungen im Bereich Industrie 4.0 entstehen sowie auf Dienstleistungen, die sich als Folge des Klimawandels ergeben. Hierbei wird insbesondere auf die Rolle erneuerbarer Energien und Energieeffizienz im Terminal der Zukunft eingegangen.

HubHarmony zielt darauf ab, besseres Verständnis für nachhaltige Verkehrssysteme zu entwickeln. Gleichzeitig unterstützt der entwickelte Harmonisierungs-Benchmark Terminalbetreiberinnen und Terminalbetreiber bei der Planung zukünftiger Entwicklungsschritte sowie im Außenauftritt. Harmonisierungsfortschritte von Terminals werden für Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger leichter erkennbar, wodurch eine fundierte Informationsbasis für zukünftige Maßnahmen geschaffen wird. HubHarmony ermöglicht Einblicke in dynamische Prozesse und entwickelt gleichzeitig ein Werkzeug, um auf das Bedürfnis nach Harmonisierung und Interoperabilität zu antworten.

zurück