Gütermobilität, MdZ 7. Ausschreibung (2016)

Terminal 4.0

Verknüpfung von Datenquellen zur Entwicklung des Terminals 4.0

Mit der Umstellung auf Logistik 4.0 sind an bestehenden multimodalen Umschlagterminals wesentliche Adaptierungen erforderlich. Dies stellt für historisch gewachsene Terminals eine große Herausforderung dar, derzeit sind bestenfalls in Teilbereichen automatische Abläufe realisiert. Neben diesen Umstellungserfordernissen weisen zunehmend automatisierte Prozesse und die künftige Kommunikation von Ladeeinheiten, Umschlaggeräten und Fahrzeugen wesentliche Potenziale für die Optimierung des aktuellen Terminalbetriebs auf.
Das Projekt ist ein Folgeprojekt der FFG-Sondierung DatenVerkehr. Die Optimierung der bestehenden Umschlagsprozesse mit umfassenden Datenquellen stellt eine wesentliche Grundlage des Ausbaukonzepts des Terminals auf Logistik 4.0 dar. Auf Basis des State of the Art sowie von Leading Examples und Innovationen werden eine Technologie-Roadmap für den Umschlagbereich erstellt, Anforderungen aufgezeigt und technische bzw. organisatorische Voraussetzungen und Systemabgrenzungen definiert. Datengrundlagen, Spezifikationen und Schnittstellen werden identifiziert und die Verwendung der generierten Daten hinsichtlich Optimierung und Prozessautomatisierung untersucht. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen der Systematisierung der Anforderungen und Auswirkungen der Technologieentwicklungen im Hinblick auf die künftige direkte Kommunikation zwischen Ladeeinheit, Umschlagfahrzeug und Ladefahrzeug inklusive der Sicherheitserfordernisse.
Auf Basis der verfügbaren Betriebsdaten des Projektpartners Hans Künz GmbH werden Hub-Aufträge von Umschlagfahrzeugen im OPTIHUBS Modellsystem simuliert und durch Leistungskennzahlen hinsichtlich Effizienz in der Prozesskette bewertet. Darauf aufbauend erfolgen mittels Simulationen Optimierungen und die Bewertung der Auswirkungen auf die Prozessabläufe. Empfehlungen werden abgeleitet.
Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wird ein Ausbaukonzept für multimodale Knoten unter Berücksichtigung der Binnenschifffahrt in Form einzelner Schritte der Prozess- und Terminalumgestaltung inklusive entsprechender Zeiträume für die erforderlichen Umstellungen festgelegt. Damit können autonome Prozesse der Be- und Entladung unter Einbeziehung der Verkehrsmittel (Lkw, Bahn Schiff), Ladeeinheiten und Umschlaggeräte (Kräne und Reach Stacker) für den Übergang zu Logistik 4.0 aus Sicht des Terminalbetreibers konzipiert werden. Das Ausbaukonzept wird für unterschiedliche Standorte und funktionale Gegebenheiten übertragbar entwickelt. Zeitlich gestaffelte und erforderliche Maßnahmen umfassen z.B. Sensorik, Organisation, Datenverarbeitung und -vernetzung, Flächenbedarf und Terminalmanagement sowie Strategien und Rückfallebenen.
Das entwickelte Ausbaukonzept wird an praktischen Beispielstandorten getestet. Die Abläufe an den Standorten werden simuliert, das Ausbaukonzept auf Plausibilität und Umsetzbarkeit geprüft und adaptiert. Die Ergebnisse der Simulationen werden mit Terminalbetreibern (LOIPartner) diskutiert, um deren ExpertInnenwissen für Optimierungen entsprechend nutzen zu können. Im Ausbaukonzept werden Empfehlungen für den Ablauf der Umgestaltung von Terminals zusammengestellt. Derzeit sind noch keine vergleichbaren Lösungen bekannt, die Ergebnisse sind daher als wesentlicher innovativer Schritt zu sehen.

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