I2V, 1. Ausschreibung (2007)

OPHELIA

OPtimierte Prognose und AbweicHungsmanagEment für muLtI-modale Supply ChAins

Ziel des Projektes OPHELIA ist die Erstellung und Implementierung eines Funktionsmusters für ein Abweichungsmanagementsystem (exception management), das sämtliche Beteiligten der multimodalen Versorgungskette (Straße, Schiene und Schifffahrt) im Landgütertransport erfasst und entsprechende Informationen inklusive möglicher Lösungsvorschläge (Decision support) zeitgerecht an die entsprechenden Disponenten bzw. Beteiligten weiterleitet.

Ziel des Projektes ist die Erstellung und Implementierung eines prototypischen Testaufbaus für ein Abweichungsmanagementsystem (exception management), das sämtliche Beteiligte der multimodalen Supply-Chain im Gütertransport erfasst. Dazu soll ein zentrales Abweichungsmanagementsystem den aktuellen Status und Aufenthaltsort der Frachtgüter auf deren Transportwegen erfassen, mögliche Abweichungen vom geplanten Transportvorgang erkennen und anhand von speziell entwickelten Filtern auf Basis von Methoden der künstlichen Intelligenz (Kategorisierungs- und Clusterungsmethoden) lediglich in begründeten Fällen eine Warnung bzw. Information des Disponenten bzw. Kunden vornehmen und Lösungsvorschläge anbieten.
OPHELIA arbeitet auf Basis eines neu zu entwickelnden multimodalen Verkehrsprognoseverfahrens (Straße, Schiene und Wasserstraßen) unter Verwendung leistungsstarker, selbst lernender Algorithmen. Dadurch ist es möglich, sehr gute Prognosen für den geplanten Aufenthaltsort einer Frachtsendung zu ermitteln und dem Empfänger schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt Informationen bezüglich möglicher Abweichungen auf dem betreffenden Transportweg zu geben. Dieser hat durch die rechtzeitige Information genug Zeit zur Einleitung möglicher Notfallprozeduren oder Ersatzmaßnahmen. Durch diese Vorgehensweise können Supply Chains ohne Unterbrechungen gewährleistet und die vorhandenen Informationsketten optimiert werden.
Das geplante System wird nicht nur den nationalen Teil des Transportweges abdecken, sondern bereits Schnittstellen für „Cross Border“-Lösungen vorbereiten. Die dafür erforderlichen Grundlagen werden speziell durch die Projektmitarbeit von Speditionen bzw. Dispositionsunternehmen eingebracht, die grenzüberschreitenden Kombi-Verkehr betreiben. Durch die Mitarbeit eines Nutzers aus dem Bereich Infrastruktur wird gewährleistet, dass sich das Projekt auch an den Bedürfnissen der am Güterverkehr Beteiligten orientiert.
Das Ergebnis des Forschungsprojekts OPHELIA wird in Form eines Funktionsmusters geliefert, das eine durchgehende Laufüberwachung im kombinierten Verkehr ermöglicht und im Rahmen eines so genannten ‚exception management’ ausgewählte Stellen über relevante Vorfälle bzw. Verzögerungen in der Transportkette so frühzeitig informiert, dass diese Ersatzmaßnahmen einleiten können.
Weiters werden Handlungsempfehlungen zur möglichen österreichweiten Umsetzung des Systems erarbeitet (Technology Implementation Plan), um den multimodalen Gütertransport zu stärken und zu optimieren. Die Anbindung an das europäische Transportnetz wird dabei berücksichtigt werden.

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