I2V, 1. Ausschreibung (2007)

GUARD

Guaranteed Ride Home

Das Projekt GUARD – Guaranteed Ride Home entwickelt technische Lösungen für ein optimiertes Gesamtsystem Öffentlicher Verkehr (ÖV). Der Fokus liegt auf systemübergreifender Anschlusssicherung und Reiseinformation mit Echtzeitkomponenten, die in ein multimodales Verkehrsmodell implementiert werden. Zudem wird für die volks- und betriebswirtschaftliche Betrachtung ein Bewertungstool entwickelt.

Die Zahl der Ein- und Auspendler zwischen Städten und Umlandgemeinden steigt stetig an.
Während das Angebot des Öffentlichen Verkehrs innerstädtisch meist recht gut angenommen wird, ist dies auf Wegen zwischen Land und Stadt auf Grund oft fehlender durchgehender Verbindungen weniger der Fall.
Um ein Umsteigen vom Motorisierten Individualverkehr (MIV) auf das nachhaltige und umweltfreundliche System ÖV zu erreichen, ist bei diesem eine hohe Servicequalität mit durchgängiger Reiseinformation zu gewährleisten.
Das Projekt GUARD - Guaranteed Ride Home basiert auf vorhandener mehrjähriger Erfahrung im Bereich der Verkehrsmodellierung, rechnergesteuerten Betriebsleitsystemen und intermodalen Reiseinformationssystemen und baut auf diesen Technologien auf.
GUARD entwickelt technische Lösungen für ein optimiertes Gesamtsystem ÖV, indem zuverlässige und schnelle Verbindungen mit durchgängiger Reiseinformation angeboten werden.
Als grundlegendes Werkzeug dafür wird ein zeitlich und räumlich hochaufgelöstes multimodales Verkehrsmodell erstellt, in dem Verkehrsangebot und Verkehrsnachfrage für alle Verkehrsmittel abgebildet werden.
Im Projekt GUARD wird als wesentlicher Ansatzpunkt zur Steigerung der Attraktivität des Öffentlichen Verkehrs in einem mehrstufigen Modell eine systemübergreifende Anschlusssicherung entwickelt. Verknüpft mit dem Verkehrsmodell kann somit eine bedarfsorientierte Angebotsplanung erfolgen.
Weiters werden in der Reiseinformation mehrstufige Auskunftssysteme entwickelt und prototypisch implementiert. Hervorzuheben ist dabei die Einbindung von speziellen Einflussgrößen wie der subjektiven Reisezeit und die Beauskunftung von Anschlussinformationen in Echtzeit.
Parallel wird zur Bewertung der Verkehrssysteme ein Werkzeug entstehen, mit dem die volkswirtschaftlichen Aspekte wie Umweltwirkungen, Kosten und Nutzen für die Allgemeinheit sowie die Auswirkungen für die Anbieter und Besteller von ÖV-Leistungen in betriebswirtschaftlicher Hinsicht abgeschätzt werden können.

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