ways2go, 1. Ausschreibung (2008)

EFM - ÖPV DWH

EFM – Elektronisches Fahrgeldmanagement - das Verkehrs-Datawarehouse für eine innovative Verkehrsplanung

Die Einführung von Elektronischem Fahrgeldmanagement (EFM) schafft eine neue
Datenbasis und somit die Möglichkeit des einfacheren Erkennens neuer Mobilitätszusammenhänge im Öffentlichen Personenverkehr (ÖPV). Die Nutzung von Daten aus dem EFM ermöglicht Innovationen und Qualitätssteigerungen im Verkehrsplanungsprozess.
Mobilitätsleistungen im ÖPV werden durch die Einführung eines Verkehrs- Datawarehouse bedarfsorientiert, dynamisch und effizient ableitbar. In dieser Studie wird das Potenzial dieses Zusammenhangs anhand der Modellregion Vorarlberg untersucht.

Die flächendeckende Einführung von EFM (Elektronischem Fahrgeldmanagement) wird seitens des Bundesministeriums für Verkehr Innovation und Technologie (bmvit) im Rahmen seiner Leitprojektinitiative unterstützt. Positive internationale Erfahrungen bestärken österreichische Verkehrsunternehmen zu konkreten Überlegungen zur Einführung dieser Technologie. Welche Chancen und Risiken mit EFM verbunden sind, wurde national und international hinreichend evaluiert. Der Aspekt der radikalen Veränderung der Planung von Mobilitätsleistung durch die Einführung von EFM wurde bisher wenig erörtert.
In der gegenständlichen Studie „EFM – das Verkehrs – Datawarehouse für eine innovative Verkehrsplanung“ wird für die Modellregion Vorarlberg untersucht, wie die Informationsgewinnung aus EFM Daten zu einer neuen Planungsqualität für Mobilitätsleistungen führen kann. Die Einführung von EFM schafft eine neue Datenbasis und somit die Möglichkeit des Erkennens neuer Mobilitätszusammenhänge im ÖPV. Herkömmliche Analysen waren aufwendig und oft nur eindimensional durchführbar (mittels Frequenzerhebung, Umfragen, etc.).
EFM schafft eine neue Datenbasis, deren Informationsnutzung neue Qualitäten im Planungsprozess der Verkehrsunternehmungen erzielt. Neue Mobilitätsleistungen im ÖPV werden bedarfsorientiert, dynamisch und effizient ableitbar.
Die Einführung eines Verkehrs – Datawarehouse mit Methoden des Dataminings ist eine für die Analyse von großen Datenmengen etablierte Technologie, deren Nutzung im Zusammenhang mit EFM notwendiger Bestandteil für die Informationsgewinnung wird.
Diese Studie soll die Frage beantworten, welche Daten werden in welcher Qualität (unter Berücksichtigung des Datenschutzes) zur Verfügung stehen, um mehrdimensionale Informationen über das Mobilitätsverhalten der ÖPV Kunden zu erzielen.
Mit Einführung dieser Technologien der Informationsgewinnung werden Verkehrsunternehmungen stärker die Beratungs- und Gestaltungsrolle von Mobilitätsdienstleistungen einnehmen können und müssen. Der Zielkonflikt von Kostenoptimierung und Bedarfsorientierung im Angebot der Verkehrsleistungen wird in Zukunft leichter lösbar sein, da das Mobilitätsverhalten der ÖV Nutzer besser bekannt wird.
Die aktuelle Diskussion der Einbeziehung von Mehrwertleistungen im EFM ermöglicht eine zielgruppenorientierte Erkenntnis über das ÖPV Nutzerverhalten hinsichtlich Freizeit, Kaufverhalten und andere mobilitätsrelevante Zusammenhänge. Verkehrsunternehmen haben die Chance, ihren Kunden bedarfsgerechte Leistungen anbieten zu können.
Somit schafft das Verkehrs – Datawarehouse mit EFM eine neue Planungsqualität von Mobilitätsleistungen.

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