I2V, 2. Ausschreibung (2008)

time4trucks

Kooperative zeitliche Steuerung des Straßengüterverkehrs zur Vermeidung von Verkehrsspitzen, Stau und Staukosten

time4trucks hat das Ziel, durch die innovative Kombination von Verkehrsprognosedaten der (Straßen-)Verkehrsinfrastrukturbetreiber und Dispositionsdaten von Verladern (Frächtern) neuralgische Verkehrsabschnitte mit Kapazitätsengpässen zu entlasten um somit Staubildung, Verlustzeiten, Kosten, sowie zusätzlichen CO2 Ausstoß zu vermeiden, und eine WIN-WIN Situation für Infrastrukturbetreiber und -nutzer (Individual-/Güterverkehr) zu schaffen.

Bereits heute stößt die Straßenverkehrsinfrastruktur an neuralgischen Punkten in Österreich, vor allem zu Verkehrsspitzenzeiten, an ihre Grenzen. Diese Situation wird sich in Zukunft noch weiter verschärfen, da einerseits für den Straßengüterverkehr sowie dem Individualverkehr ein überdurchschnittliches Wachstum (über 50 bzw. 35 Prozent bis 2030) prognostiziert wird. Andererseits kann die steigende Nachfrage nach Verkehrsflächen nur unzureichend von Verkehrspolitik und Infrastrukturbetreibern befriedigt werden. Daher müssen in Zukunft organisatorische Maßnahmen gesetzt werden, um eine effizientere und verbesserte Nutzung der vorhandenen und verfügbaren Kapazität der Straßeninfrastruktur zu gewährleisten. Genau hier setzt das Projekt time4trucks an. Engpässe bei neuralgischen Punkten ergeben sich durch das vermehrte Aufkommen von Privatverkehr, Berufsverkehr und Straßengüterverkehr. Das Projekt time4trucks stellt den Straßengüterverkehr (LKW) in den Mittelpunkt der Betrachtung. Durch die Einbeziehung von Transport- und Logistikunternehmen, deren Auftraggebern (Verlader) sowie den wesentlichen Infrastrukturbetreibern (ASFINAG, Länder), soll eine erste Grundlage für ein integriertes Verkehrssystem geschaffen werden, um neuralgische Staupunkte zu entlasten und die effizientere Ausnutzung vorhandener Kapazitäten besser zu nutzen. Derzeit fehlt es an der Verknüpfung von Verkehrsprognosedaten als auch aktuellen Informationen sowie den geplanten Dispositionsdaten (Anlieferung sowie Auslieferung durch LKW) von Unternehmen, welche in geografischer Peripherie dieser Staupunkte liegen, um daraus das Verkehrsaufkommen und somit die Stauwahrscheinlichkeit an den Engpasszonen zu berechnen bzw. aufzuzeigen.
Durch die Entwicklung eines innovativen „Entlastungsmodells“, unter Zuhilfenahme eines führenden Simulationstool, sollen vorhandene Verkehrsdaten mit den geplanten Dispositionsdaten mithilfe integrierter Schnittstellen verknüpft werden, um somit die prognostizierte Stauwahrscheinlichkeit (Verkehrsfluss), Stauverlustzeiten, Staukosten und verursachten CO2 Ausstoß zu prognostizieren und vor allem den „verursachenden“ Verladern die Möglichkeit zu geben, die geplanten Transport-Dispositionen zu anderen Zeiten durchzuführen, um Zeitverluste, Kosten etc. zu vermeiden und gleichzeitig die Planbarkeit zu erhöhen. Das Ziel von time4trucks durch die zeitliche und kooperative Steuerung des Güterverkehrs liegt somit in der Vermeidung von Engpässen, Staubildung und Zeitverlusten, der Reduzierung des CO2 Ausstoßes, Kosteneinsparungen sowie der Erhöhung der Planungssicherheit. Erste grundlegende Berechnungen bestätigen den
Lösungsansatz von time4trucks. Das interdisziplinäre Projektkonsortium und die Unterstützung der wesentlichen Infrastrukturbetreiber bilden die optimale Voraussetzung zur erfolgreichen Erreichung der Zielsetzungen und der Entwicklung des Entlastungsmodells.

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