I2V, 3. Ausschreibung (2009)

OBIG

Optimierung der Bildungsinhalte im Intermodalen Güterverkehr

Das Projekt beschäftigt sich mit der Optimierung der Aus- und Weiterbildung im Intermodalen Verkehr. Dabei werden gelehrte Inhalte der einzelnen Ausbildungswege den bedarfsseitigen Anforderungen der einzelnen Berufsgruppen im Intermodalen Verkehrs im Rahmen einer Analyse gegenübergestellt. Die dabei identifizierten Optimierungspotenziale werden anschließend in konkrete Handlungsempfehlungen für die Ausschöpfung dieser Potenziale übergeführt.

Die Ausbildungswege der in Österreich im intermodalen Verkehr handelnden Personen sind vielfältig. Der Lehrberuf eines Speditionskaufmanns, ein Universitäts- oder Fachhochschulabschluss, aber auch der Quereinstieg in die Materie sind mögliche Werdegänge. Jede Ausbildung verfügt dabei über eine unterschiedliche Schwerpunktsetzung und behandelt somit unterschiedliche Lehrinhalte, oder aber ähnliche mit unterschiedlicher Intensität. Weiters bestehen ebenso Unterschiede in der Schwerpunktsetzung der einzelnen Ausbildungsstätten der einzelnen Ausbildungswege (Berufsschulen, FH, Universitäten).
Einerseits war der Intermodale Güterverkehr in den letzten Jahren einem
Aufkommenszuwachs ausgesetzt und immer komplexere multimodale Lösungen konnten von den Akteuren am Markt etabliert werden. Andererseits kämpft die Branche aktuell jedoch mit rückläufigen Volumina, die eine wirtschaftliche Führung intermodaler Relationen gefährden. Volumensrückgänge haben damit auf den kombinierten verkehr stärkere Auswirkungen als auf monomodale Lösungen. Darüber hinaus kämpft der Intermodale Verkehr, dies hat sich im I2v-geförderten Projekt InterRisk gezeigt, mit Kommunikationsproblemen, die sich vor allem auf Grund der zusätzlichen Schnittstellen ergeben. Diese Herausforderungen stellen hohe Ansprüche an die Kompetenz der handelnden Personen. Grundstein dafür ist eine fundierte Aus- und Weiterbildung.
Um auch in Zukunft den handelnden Personen die richtigen Werkzeuge aus der Ausbildung mit auf die Reise zu geben und damit die Bewältigung komplexer Problemstellungen in schwierigem Umfeld zu ermöglichen gilt es besonders bei Optimierungspotenzialen im Ausbildungsbereich anzusetzen. Im gegenständlichen Vorhaben soll daher einerseits der Status Quo bezüglich der Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten erhoben werden und andererseits soll eine Bedarfserhebung der Anforderung einzelner Berufsgruppen aus dem
Intermodalen Güterverkehr durchgeführt werden. Eine daran anknüpfende Analyse, im Rahmen der die Lehrinhalte Anforderungen einzelner Berufsgruppen gegenüber gestellt werden, soll Optimierungspotenziale aufdecken. Abschließend werden aus den identifizierten Potenzialen Empfehlungen für konkrete Maßnahmen abgeleitet. Mit einem so verbesserten und vertieften Aus- und Weiterbildungsangebot zum Thema Intermodaler Verkehr gelingt es, die zukünftig im Bereich Verkehr und Logistik handelnden Personen und Entscheidungsträger (bezüglicher der Verkehrmittelwahlentscheidung) bereist zum frühest möglichen Zeitpunkt hinsichtlich der Möglichkeiten des Kombinierten Verkehrs zu informieren und auszubilden und so vermehrt Entscheidungen zu Gunsten des Kombinierten Verkehrs zu erzielen.

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