ways2go, 2. Ausschreibung (2009)

ELVIS

bEnutzerInnenerLebnisse in der Verwendung von VErkehrsInformationsSystemen

Das Projekt ELVIS befasst sich mit der Erhebung von User Experience Faktoren und psychosozialen Barrieren bei der Nutzung von Verkehrs- und
Verkehrsinformationssystemen. Weiters wird ein Indikator zur Beschreibung von
BenutzerInnengruppen erstellt (Indikator: „Wahrnehmung von Verkehrsinformationssystemen“).
Die Ergebnisse basieren auf Feld- und Laborstudien.

Das Projekt ELVIS hat 3 Ziele:
• Erhebung von User Experience Faktoren und psychosozialer Mobilitätsbarrieren von Verkehrssystemen und Verkehrsinformationssystemen (VIS) von verschiedenen NutzerInnengruppen.
• Erhebung von Kontextfaktoren (Moment der Verkehrsentscheidung) und Einflussgrößen zur Personalisierung von VIS.
• Erstellung eines neuen Indikators für die Beschreibung von NutzerInnengruppen im Verkehrsbereich: „Wahrnehmung von Verkehrsinformationssystemen“.

Das Projekt ELVIS hat es zum Ziel User Experience Faktoren und psychosoziale Barrieren bei der Nutzung von Verkehrs- und Verkehrsinformationssystemen mit Hilfe von innovativen Erhebungsmethoden zu identifizieren, die mit Hilfe von herkömmlichen Methoden nicht erzeugt werden können. Zu diesem Zweck werden im Zuge eines Feldversuchs BenutzerInnen von Verkehrssystemen mit Selbstaufzeichnungswerkzeugen (z.B.: Fotokameras, Tagebüchern, etc.) ausgestattet, womit benutzerzentrierte Sichtweisen auf Verkehrs- und Verkehrsinformationssysteme erhoben werden können. Das Ergebnis ist eine Sammlung und Klassifizierung von positiven und negativen User Experience Faktoren sowie psychosozialer Barrieren der folgenden BenutzerInnengruppen: Geschäftsreisende, Freizeitreisende, Pendler, Erledigungsreisende (ELVIS HauptnutzerInnengruppen), Personen mit Behinderung“ und „ältere Personen (+65)“ (ELVIS ZusatznutzerInnengruppen). Im Zuge des Projektes werden aus diesen Beobachtungen Guidlines abgeleitet, die Hinweise darauf geben, wie Verkehrsinformation zur Minimierung von Barrieren im Verkehrssystemen beitragen kann. Weiters erarbeitet ELVIS Grundlagen für die Personalisierung und Kontextualisierung von Verkehrsinformationssystemen (VIS). Die Benutzerzentrierung nach Wegetyp, BenutzerInnengruppen und Situation (Kontext) ist eine der großen Herausforderungen für VIS der Zukunft. Im Zuge von ELVIS werden anhand eines mobilen Prototypen, der Verkehrsinformation und Zusatzinformation bereitstellt, alternative Ansätze zur Vermittlung von Verkehrsinformation untersucht (z.B.: Fahrtkosten, CO2-Emissionen, Energieverbrauch, Lifestyle-Faktoren etc.) - und durch den Einsatz von mobilen Erhebungswerkzeugen evaluiert (Experience Sampling Method - ESM). Dabei werden die ELVIS HauptbenutzerInnengruppen unterschieden und es wird überprüft, wie relevant diese Einflussgrößen je nach Wegetyp und Kontext sind. Bei der Kontextualisierung wird insbesondere auf den „Moment der Entscheidung“ für oder gegen Verkehrsinformationssysteme eingegangen. Diese Ergebnisse werden mit Laborstudien unterstützt. Im Zuge einer Interviewserie werden Werteeinstellungen gegenüber Verkehrsinformationssystemen erhoben, die die Labor- und Feldstudien unterstützten sollen.
Als Ergebnis wird ein Guideline-Set zur Erstellung von personalisierbaren
Verkehrsinformationssystemen entworfen. Als Zusammenfassung aller benutzerspezifischen Ergebnisse wird der Indikator „Wahrnehmung von Verkehrs(informations)systemen“ definiert. Dieser wird für die BenutzerInnengruppen Geschäftsreisende, Freizeitreisende, Pendler, Erledigungsreisende (ELVIS HauptnutzerInnengruppen) erstellt. Dieser beinhaltet alle in ELVIS erzeugten benutzerspezifischen Erhebungen und beschreibt die involvierten BenutzerInnengruppen hinsichtlich ihrer unterschiedlichen Wahrnehmungen (UX Faktoren, psychosoziale Barrieren, kontextuelle und personenbezogene Anforderungen and VIS sowie Werteeinstellungen gegenüber VIS).

zurück