ways2go, 2. Ausschreibung (2009)

TechnoVeP

Praxisrelevanz technologiebasierter Methoden und Instrumente der Planung zur Forcierung innovativer Verkehrstechnologien

In TechnoVep wird ein Leitfaden zur Organisation von technologieorientierten Planungsprozessen in Raum- und Verkehrsplanung erstellt. Bei der Entwicklung des Leitfadens werden die derzeitigen Hemmnisse bei Kommunen und Landesverwaltungen bei der Einführung moderner Planungsprozesse unter Einbeziehung neuer verkehrstelematischer Technologien berücksichtigt und mögliche Abhilfemaßnahmen vorgeschlagen.

Die Umsetzung von verkehrs- und raumplanerischen Maßnahmen ist meist Ergebnis verkehrspolitischer Entscheidungen. Zur Entscheidungsvorbereitung einer effektiven und effizienten Verkehrspolitik dienen Planungsprozesse, deren Ziele sowohl eine vorausschauende, systematische und korrekte Abschätzung von Maßnahmenwirkungen als auch eine Akzeptanz des Planungsergebnisses bei Beteiligten und Betroffenen ist. Raumund verkehrsplanerische Methoden und Instrumente unterstützen den Planungsprozess, wobei Instrumente in Produkte umgesetzte Methoden sind. Durch eine Verbesserung der Entscheidungsbasis mittels technologiebasierter Planungsmethoden und -instrumente kann es gelingen die Effektivität und Effizienz von Prozessen der Raum und Verkehrsplanung zu erhöhen. Weiters erfordert die Umsetzung innovativer Verkehrstechnologien angemessene technologiebasierte Planungsmethoden und -instrumente.
Der bisherige Einsatz moderner Planungsmethoden in der täglichen Praxis wird durch Rahmenbedingungen seitens des Staates, gesetzlicher Auflagen, der Datenverfügbarkeit, fehlender Innovationskultur und teilweise fehlender Methoden-und Instrumentenkompetenz eingeschränkt. In TechnoVeP wird Raum- und Verkehrsplanung prozessorientiert unter Berücksichtigung technologiebasierter Planungsmethoden beschrieben. Österreichs auch international anerkannte Ansätze und Verfahrensweisen beim Einsatz von Geographischen Informationssystemen im eGovernment und Technologien aus dem Telematikrahmenplan werden in den Raum- und Verkehrsplanungsprozess eingearbeitet. Eine enge Verzahnung zwischen Raum- und Verkehrsplanung verknüpft mit neuen Technologien zur Mobilitätssicherung ist Kern des Projekts.
Nach einem Literaturstudium und einer Analyse von Planungsprozessen im internationalen Vergleich soll eine umfangreiche Befragung bei Kommunen und Ministerien im In- und Ausland die derzeitige Planungspraxis, künftige Zielsetzungen und Hemmnisse beim Einsatz technologiebasierter Planungsmethoden in Verbindung mit innovativen Verkehrstechnologien aufzeigen. In einem Expertenworkshop mit einer Teilmenge der Befragten wird der Planungsprozess vertieft analysiert und fördernde Maßnahmen zur Einführung prozessorientierter Raum- und Verkehrsplanung erarbeitet. Ein Leitfaden greift
die Ergebnisse der Analyse und Expertenworkshops auf und gibt Empfehlungen zur Gestaltung von Prozessen der Verkehrs- und Raumplanung basierend auf technologiebasierten Planungsmethoden. Mit innovativen Planungsinstrumenten soll auch die Einführung neuartiger Verkehrstechnologien gefördert werden.

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