ways2go, 3. Ausschreibung (2010)

Com-oVer

Community-orientiertes Verkehrsservice zur opt. Planung von Fahrradrouten und der personalisierten Informationsausgabe

Ziel von Com-oVer ist die Entwicklung eines interaktiven Verkehrsservice als Grundlage für eine verbesserte Modellierung hinsichtlich der Fahrradfahrten und -routen um die Radinfrastruktur und dessen Ausbau zu optimieren bzw. priorisieren und so den Umstieg auf das Fahrrad zu unterstützen. Aus den Mobilitätsdaten der Nutzer werden zudem Informationen generiert, die ein realistisches Fahrradrouting ermöglichen.

Um die Nutzung des Fahrrades insgesamt steigern zu können, sind viele Einzelmaßnahmen als auch Maßnahmenbündel erforderlich. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen Umstieg/Wechsel auf das Fahrrad ist eine gute Fahrrad-Infrastruktur, welche die Nutzung des Fahrrades komfortabel und sicher macht. Das Ziel von Com-oVer ist es, eine qualitativ bessere Modellierung hinsichtlich der Fahrradfahrten und -routen zu erzielen um in Folge das Radwege-Ausbauprogramm zu optimieren bzw. priorisieren, damit dadurch für eine höhere Anzahl von potentiellen oder tatsächlichen Fahrrad-Umsteigern attraktivere Routenverbindungen ausgebaut werden können.

Das Projekt unterscheidet im Wesentlichen drei Phasen:
- Erhebung der Rahmenbedingungen und Untersuchung der Nutzergruppen. Untersuchung der rechtlichen und sozialen Anforderungen für das Radfahren sowie Anforderungen an Systeme, welche den Radfahrern die Nutzung ihres umweltfreundlichen Verkehrsträgers erleichtern.
- Entwicklung eines interaktiven Services für Radfahrer, welches folgende wesentliche Funktionalitäten umfasst:
o Floating Bike Data (FBD) – ähnlich zu Floating Car Data (FCD) - können entweder durch die Übermittlung der GPS-Daten von Mobiltelefonen oder automatisch über einen GPS/GSM Tracker am Fahrrad gewonnen werden.
o Crowdsourcing der Annotationen: Sammlung von Problemstellen, aktuellen Störungen, Verbesserungs¬vorschlägen, Routentipps usw.
- Die Analyse der Daten liefert wertvolle Inputs für die Nutzer selbst und die Verkehrsplanung, die den Benutzern zu Gute kommt. Evaluierung der technischen Funktionalitäten, Prozesse, Usability, Userakzeptanz, Verbreitung und Verwertung.

Ziele von Com-oVer:
• Entwicklung eines Gesamtsystems zur verstärkten Nutzung von Fahrrädern
• Berechnung&Bewertung von realistischen Radrouten basierend auf FBD
• Bedarfserhebung: Durch die Meldungen der Nutzer kann auch festgestellt werden, wo Bedarf für Änderungen besteht bzw. wo Problemstellen auftreten (Input für Planung)
• Informationsgenerierung für Behörden bzw. Autoritäten

Aus dem Projekt ergibt sich eine Vielzahl an Vorteilen:
• Verbessertes Fahrradrouting bestehender Radroutenplaner
• Angespannte kommunale Budgets können durch Crowd Prozesse entlastet werden
• Optimierte Planung von Radinfrastruktur (Abstellflächen, Radwege, etc.)
• Flexible und einfachere Nutzung des umweltverträglichen Fortbewegungsmittels
• Wettbewerbsvorteil für Fahrradboten
• Freier Zugang zu von Nutzern annotiertem Kartenmaterial für Nutzer (Karten von Nutzern für Nutzer) - Verkehrsinformationen von allen für alle!

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