ways2go, 4. Ausschreibung (2011)

BIS

BIS - Barriere Informations System

Kooperative Entwicklung eines online Barriere Informations Systems für
RollstuhlnutzerInnen in Wien

Barrierefreies Routing ist ein besonders wichtiges Instrument, um die gesellschaftliche Teilhabe mobilitätseingeschränkter Menschen zu verbessern. Aufgrund nur mangelhaft zur Verfügung stehender Daten ist jedoch derzeit in ganz Europa kein zufriedenstellendes System für barrierefreies Routing erfolgreich in Betrieb. Im Projekt „BIS – Barriere Informations System“ soll im
Dialog zwischen Anspruchsgruppen, TechnologieexpertInnen und Stakeholdern (Politik und Verwaltung) ein interaktives Routing-Tool für RollstuhlnutzerInnen entwickelt werden, das behördliche Daten und Community-Daten synergetisch nutzt, übersichtlich bereitstellt und daraus mittels einer leistungsfähigen Routing Software die brauchbarsten „ways2go“ für RollstuhlnutzerInnen ermittelt. Die Ergebnisse der Routenplanung sind digital und auch in einer einfachen Druckversion abrufbar.

Barrierefreies Routing ist ein besonders wichtiges Instrument, um die gesellschaftliche Teilhabe mobilitätseingeschränkter Menschen zu verbessern. Aufgrund nur mangelhaft zur Verfügung stehender Daten ist jedoch derzeit in ganz Europa kein zufriedenstellendes System für barrierefreies Routing erfolgreich in Betrieb. Im Projekt „BIS – Barriere Informations System“ soll im Dialog zwischen Anspruchsgruppen, TechnologieexpertInnen und Stakeholdern (Politik und Verwaltung) ein interaktives Routing-Tool für RollstuhlnutzerInnen entwickelt werden, das behördliche Daten und Community Daten synergetisch nutzt, übersichtlich bereitstellt und daraus mittels einer leistungsfähigen Routing Software die brauchbarsten „ways2go“ für RollstuhlnutzerInnen ermittelt. Die Ergebnisse der Routenplanung sind digital und auch in einer einfachen Druckversion abrufbar.
Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, speziell RollstuhlnutzerInnen, wird oft die Fortbewegung im städtischen Raum durch Barrieren erschwert oder unmöglich gemacht. Barrieren finden sich überall im öffentlichen Raum (z.B. Zugänglichkeit von Gebäuden, Gehsteigkanten, unebene Oberflächen – aufgrund von Bauarbeiten oder bei alten Pflasterungen etc.). Die Vielfalt an Erfahrungen (verschiedene Ursachen wie Lähmungen, Unfälle, Schlaganfälle, verschiedene Rollen wie Betroffene, Angehörige, professionelle BetreuerInnen) führt zu vielen unterschiedlichen Wahrnehmungen über Barrieren. Um dieses Wissen in die Entwicklung zu integrieren und ein effektives Tool zu erarbeiten, bindet das Projektteam mobilitätseingeschränkte Menschen als ExpertInnen intensiv in die Erstellung und Optimierung der Plattform ein. Bereits der Anforderungskatalog wird mit VertreterInnen dieser Gruppe erarbeitet, auch in den Erstellungsphasen des Prototyps werden diese laufend einbezogen. Durch die Integration interaktiver Prinzipien wie "User Generated Content" und "Crowdsourcing" soll das spezifische Wissen mobilitätseigenschränkter Menschen stetig in die Plattform einfließen und diese laufend erweitern und aktualisieren. Getestet und optimiert wird dieser Prototyp ab Mitte 2013 im 4. Wiener Gemeindebezirk.
BIS setzt auf den Technologien und Erfahrungen bestehender Plattform--‐Projekte und Datenquellen auf, führt deren Qualitäten zusammen und entwickelt daraus ein tragfähiges Barrierefrei Informations System:
Mit AnachB.at von ITS Vienna Region besteht für Wien, Niederösterreich und Burgenland bereits seit 2009 ein leistungsfähiges Echtzeit Verkehrsservice mit Fokus auf Routenplanung für öffentlichen Verkehr, Radverkehr, Fußgängerverkehr und Autoverkehr sowie für intermodale Kombinationen (www.AnachB.at).
AnachB basiert auf dem gemeinsamen digitalen Verkehrsnetz für ganz Österreich, der GIP (Graphenintegrations Plattform). Diese bietet eine umfangreiche und detaillierte digitale Kartengrundlage und die Möglichkeit, weitere spezifische Daten mit dem Verkehrsnetz zu verknüpfen (www.GIP.gv.at).
Die Serviceplattform „100 Gründe hinauszugehen“ für Menschen 60+ (Forschungsprogramm Benefit des bmvit/ffg) stellt seit 2011 stadtteilbezogene Informationen (relevante Ziele und deren Erreichbarkeit) für ausgewählte Stadtteile bereit (www.100gruende.at).
„BIS – Barriere Informations System“ ist ein Projekt im Rahmen des Forschungsförderungsprogramms ways2go des bm:vit. http://www.bmvit.gv.at/innovation/verkehrstechnologie/ways2go/index.html

Projektlaufzeit: Juli 2012 bis Juni 2014

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