ways2go, 4. Ausschreibung (2011)

BioHalt

Biologisches Haltestellen-Modul-System

Viele Bushaltestellen, aber auch Bahnstationen in Österreich genügen leider oft nur Minimalanforderungen. Das Projekt „BioHalt“ entwirft, entwickelt und erprobt ein modulares, kostengünstiges Haltestellensystem auf „biologischer Basis“.

Viele Bushaltestellen, aber auch Bahnstationen in Österreich genügen leider oft nur Minimalanforderungen Sie weisen oft nicht mehr als eine Stange mit Haltestellentafel („Löffel) sowie einen Fahrplan auf. Um ein ÖV-System für Fahrgäste attraktiv zu machen, bedarf es aber generell eines hohen Qualitätsniveaus. Nutzer stehen heutzutage oft mehrere alternative Mobilitätsmöglichkeiten (PKW, Fahrrad, ÖV) zur Verfügung. Welches Verkehrsmittel tatsächlich für einen bestimmten Weg genutzt wird, hängt oft von
mannigfachen Faktoren (Zeitbudget, Kosten, Information, Bequemlichkeit, Qualität,
Sicherheitsbedarf, Lesebedarf, usw.) ab. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist dabei auch der Ausgangspunkt der Fahrt mit dem ÖV: Die Haltestelle samt ihrer Ausstattung.
Das Projekt „BioHalt“ entwirft, entwickelt und erprobt (in ausgewählten Gemeinden) ein modulares Haltestellensystem auf „biologischer Basis“. Das „BioHalt“-System soll extrem kostengünstig sein (Entkräftigung des gängigen Arguments von Gemeinden „Wir haben kein Geld“!) und von Gemeindemitarbeitern (z.B. Angestellte des Gemeindebauhofes) ohne besonderen Aufwand errichtet und unterhalten werden können. Falls sich die Gemeinde nicht beteiligen will, sollen – auch kleine – Fahrgastinitiativen selbst in der Lage sein, ein „BioHalt“-System kaufen, erreichten und unterhalten zu können.

„BioHalt“ fokussiert auf
1. Funktionalität: Modulares Design, jederzeit in Größe und Funktion erweiterbar.
2. Kosten: Geringe Investitions- und Erhaltungskosten, Mietmodelle verfügbar.
3. Finanzierung: Betreiber, Besteller, Gemeinden, Fahrgastinitiativen (inkl. eventueller Eigenleistungen), Sponsoren.
4. Umwelt: Biologische (natürliche) Baustoffe (primär mit Bepflanzung, die auch den örtlichen Gegebenheiten/Regionen angepasst werden kann), Naturdesign, 100% recyclebar.
5. Menschen: Kooperation für das Individual- und Gemeinwohl, aktives Mitmachen,
Identifikation, Erlebnisfaktor und Kommunikation (über die Haltestelle), Wettbewerb
zwischen Gemeinden („Wer hat die schöneren „BioHalt“-Haltestellen?“).
Parallel zur technischen Entwicklung wird auch ein Geschäftsmodell entwickelt, dass die Finanzierung (z.B. durch Sponsoren) beinhaltet und in dem auch ein Geschäftsmodell „Miete einer BioHalt-Haltestelle“ entwickelt wird.
Mögliche Anwendungsfälle des „BioHalts“ wären v.a. in ländlichen Gemeinden, aber auch in bestimmten städtischen Gegenden (mit großen Einfamilienhausgebieten an den Stadträndern oder in Gewerbegebieten).

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