ways2go, 4. Ausschreibung (2011)

E-Caruso

Carsharing mit E-Autos – angepasste Technologie für nutzergerechte Mobilitätsservices

Caruso bietet Tools für privates Carsharing. Im Projekt E-Caruso werden diese Tools für Carsharing mit E-Autos hin optimiert und insbesondere neue On Board Units entwickelt, mit denen die Kommunikation mit der Bordelektronik des Autos möglich ist. Die Caruso-Web-Applikation mit den Schnittstellen wird angepasst, die Nutzer bekommen zusätzliches Feedback zum Fahrverhalten, Energieverbrauch und Akkuladestand.
Die entwickelten Hilfsmittel werden im Projekt von 20 Carsharing-Testgruppen mit E-Autos getestet und laufend optimiert.

Die Umstellung der Antriebe auf E-Autos spricht für Carsharing. Die hohen
Anschaffungskosten bedingen einen effizienten Fahrzeugeinsatz, gleichzeitig sind E-Autos durch geringere Reichweiten nicht universell einsetzbar. In Kombination mit dem öffentlichen Verkehr können E-Autos ihre Stärken optimal ausspielen. Das klassische Carsharing hat jedoch große Probleme, E-Autos zu integrieren.
Individuelle Carsharing-Angebote, wie sie im Projekt Caruso entwickelt wurden, eignen sich wie die Erfahrung im gerade laufenden Projekt zeigt, sehr gut für E-Autos. Die Flexibilität sowie das größere Commitment der Nutzer sorgen in vielen Fällen für einen wirtschaftlich tragfähigen Carsharing-Betrieb mit E-Autos.
Zusätzlich ist das Bewusstsein für Carsharing bei der Zielgruppe der E-Mobilitsten sehr hoch. Carsharing mit E-Autos hat jedoch auch spezielle Bedürfnisse. Im Projekt E-Caruso wird die Caruso-Toolbox speziell auf die Bedürfnisse des E-Carsharings hin erweitert und in der bewährten Form der User Innovation von Testgruppen eingesetzt. Konkret geht es um die Entwicklung neuer On Board Units, die es u.a. erlauben den Akku-Ladestand sowie den Ladevorgang zu überwachen und die Zentralverriegelung mit dem Telefon zu steuern. Die letztgenannte Funktion ist besonders vorteilhaft für intermodale Wegeketten. Das Auto kann am Bahnhof flexibel, ohne Schlüsselübergabe oder Chipkartenveraltung übergeben werden. Weiters werden Funktionen eingebaut, um das Fahrverhalten zu beobachten bzw. dem Fahrer verbessertes Feedback zu geben (Eco-
Driving). Als Ergänzung sind Smartphone-Apps geplant, die den Zugang noch wesentlich erleichtern. Die erweiterten Funktionalitäten betreffen auch die Caruso-Webapplikation und deren Schnittstellen.
Die dargestellten Funktionen werden entwickelt und von mindestens 20 Testgruppen mit EAutos eingesetzt. Die Einbeziehung von NutzerInnen unter realen Bedingungen spielt dabei eine entscheidende Rolle, geht es doch um eine praxistaugliche Lösung und einem besseren Verständnis des menschlichen Verhaltens.

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