Verkehrsinfrastruktur, VIF2011

LARA

Lärmarme Reifen für leise Straßen

Durch die Senkung der Lärmemissionsgrenzwerte für PKW-und LKW-Reifen auf EU-Ebene ergibt sich auch in Österreich die Chance, die vorgesehenen Lärmreduktionen an der Quelle in der Lärmschutzplanung zu berücksichtigen. Aufgrund der um 3-6 dB reduzierten Grenzwerte für die Typprüfung gibt es ein Potential für flächendeckende Senkungen der Schallimmissionspegel, was Einsparungen bei den erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen ermöglicht, ohne das Lärmschutzniveau zu beeinträchtigen. Das Ziel des Projektes ist daher die Umlegung der neuen EUVerordnungen auf österreichische Verhältnisse zur Ermittlung der tatsächlich realisierbaren Lärmreduktionspotentiale sowie ein Vorschlag für die Anpassung der anzuwendenden Berechnungsgrundlagen.

Durch die Senkung der Lärmemissionsgrenzwerte für PKW-und LKW-Reifen auf EU-Ebene ergibt sich auch in Österreich die Chance, die vorgesehenen Lärmreduktionen an der Quelle in der Lärmschutzplanung zu berücksichtigen. Aufgrund der um 3-6 dB reduzierten Grenzwerte für die Typprüfung gibt es ein Potential für flächendeckende Senkungen der Schallimmissionspegel, was Einsparungen bei den erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen ermöglicht, ohne das Lärmschutzniveau zu beeinträchtigen. Da aber im europäischen Typprüfungsverfahren für Reifen weder das landestypische Reifen- und Fahrzeugkollektiv noch die landesspezifischen Fahrbahndecken einfließen, ist eine eingehende wissenschaftliche Untersuchung der speziell in Österreich ab 2020 aufgrund der zunehmenden Verwendung von lärmarmen Reifen möglichen Emissionspegelreduktionen erforderlich. Diese sollte eine Anpassung der anzuwendenden Berechnungsgrundlagen oder eine Berücksichtigung der geringeren Emissionen in schalltechnischen Untersuchungen und Genehmigungsverfahren auf wissenschaftlich gesicherter Basis ermöglichen. Ziel des Projektes ist daher die Umlegung der neuen EU-Verordnungen 2009/661/EG (enthält neue Reifenlärmgrenzwerte) und 2009/1222/EG (Lärmkennzeichung von Reifen) auf österreichische Verhältnisse zur Ermittlung der tatsächlich realisierbaren Lärmreduktionspotentiale sowie ein Vorschlag für die Anpassung der in Österreich anzuwendenden Berechnungsgrundlagen. Ohne vorausschauende Berücksichtigung des daraus resultierenden, absehbaren Minderungspotenzials werden die Immissionsprognosen nämlich überhöht und mögliche Lärmschutzmaßnahmen überdimensioniert sein. Von Seiten der ASFINAG und der öffentlichen Hand sowie auch der Straßenbenützer existiert daher das Interesse, Lärmschutzmaßnahmen möglichst wirtschaftlich und gezielt einzusetzen sowie die Lebensqualität der Anrainer entlang von hochrangigen Straßen zu erhalten. Um die Ziele des Projektes zu erreichen werden die möglichen Lärmreduktionspotentiale durch Vorbeifahrtmessungen ermittelt, Analyse und Vergleiche mit bereits vorhandenen Messdaten durchgeführt, Bespiel-Lärmschutzprojekte berechnet und schließlich Empfehlungen für eine Überarbeitung der RVS 04.02.11 erarbeitet.

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