Gütermobilität, MdZ 1. Ausschreibung (2012)

EFLOG

Wirkungspotenziale der Leistungsangebote neuer Fahrzeugtechnologien für die Bedienungsangebote der Logistikdienstleister

Ziel der Studie ist die Verschränkung der Leistungsangebote der Antriebstechnologien, die sich in verschiedenen Stadien der Technologieentwicklung bis hin zu einsatzfähigen Nutzfahrzeugmustern befinden, mit den Bedienungsangeboten der Logistikdienstleister und der Gütertransporteure an ihre Kunden. Das bedeutet methodisch, eine gegenläufige Rückkoppelung zwischen den Fachwelten unter dem Aspekt einer anforderungsorientierten Technologiediffusion in die Güterverkehrspraxis vorzunehmen. Daraus können die Effekte definiert und in ihren grundsätzlichen Wirkungspotenzialen strukturiert aufgestellt werden. In dieser Hinsicht handelt es sich auch um ein vorbereitendes Definitions-Projekt für kommende Forschungs-, Entwicklungs- und Implementierungsinitiativen mit dem Ausblick auf postfossile Formen der Mobilität in der Güterversorgung. Angesichts der ausgeschriebenen Aufgabe wurde das Konsortium mit Partnern zu den Teilthemen Antriebs- und Kraftstofftechnologieentwicklung, Treibstoff- und Energiemarktbeobachtung, Verkehrssystemplanung mit Güterverkehrskompetenz und Netzinfrastrukturplanung mit Umweltkompetenz zusammengesetzt. Diese Fachgebietskonstellation in einem Team ist neuartig. Daher wird bei der Bearbeitung der interdisziplinären Koordination und der synoptischen Redaktion der Ergebnisse besonderer Wert beigemessen, um eine zielgerichtete Verschränkung der Detailergebnisse der Konsortialpartner von Beginn bis zum Endprodukt zu gewährleisten. Der Arbeitsablauf ist in drei Phasen gegliedert: Zum Ersten werden in einer Status-quo-Analyse die am Markt oder in Entwicklung befindlichen Fahrzeugantriebe nach jenen technischen Leistungsparametern ausgewertet, die für die Beurteilung der Einsatzfähigkeit für bestimmte Logistikaufgaben bzw. Transportketten anhand typischer Laufwege in den Verkehrsnetzen maßgeblich sind, um betrieblich-interne, (netz)betrieblich-externe und schließlich externe Effekte auf die beanspruchte Umwelt darstellen zu können. Dabei sollen alle für Güterverkehre in Frage kommenden Antriebstechnologien einbezogen werden. Zwar liegt der Schwerpunkt der Betrachtung auf den Nutzfahrzeugmustern im Straßenverkehr, aber die weiteren Verkehrsträger sollen im Überblick behalten werden. Nach dieser Abklärung der Leistungsangebote und Wirkungspotenziale folgt in der zweiten Stufe eine Feasibility-Analyse, in der diejenigen Rahmenbedingungen der Wirtschaftlichkeit und der Wettbewerbsfähigkeit der Fahrzeugmodellangebote und der -nachfrage am Verkehrsmittelmarkt herausgearbeitet werden, unter denen bei Annahme der operativen Verfügbarkeit für bestimmte Logistikaufgaben und unter Einbezug von Ausstattungs- und Kapazitätsaspekten der frequentierten Verkehrsinfrastruktur ein gewisses Maß an Substitution herkömmlicher Antriebstechnologien erwartet werden kann. In der dritten Phase, der Antizipations-Analyse, wird die zeitliche Dimension der Innovationsdiffusion in die Diskussion gebracht, wobei die förderlichen Bedingungen einer Umstellungsstrategie differenziert nach Bedienungstypus (als Verknüpfung des Logistikauftrages mit den zu bedienenden Versorgungsgebieten und deren charakteristischer Verkehrsinfrastruktur) herausgestellt werden. Damit soll diese Studie sowohl das Spannungsfeld zwischen den Erwartungen, die in die Erfüllung ökologischer Effekte im Sinne einer nachhaltigen Abwicklung des Güterverkehrs gesetzt werden, und der Notwendigkeit, einen wirtschaftlich tragfähigen und wettbewerbsfähigen Verkehrsmitteleinsatz zu gewährleisten, ausleuchten als auch eine Zukunftsleitlinie entwerfen, die die Richtung einer Road Map für die politischen und für die privatwirtschaftlichen Entscheidungsträger vorauszeichnet.

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